+
Die Profis waren für den Nachwuchs vor Ort und unterstützen die künftigen Retter während der Einsätze. So auch bei dem Feuer in der früheren Dr. Carl-Sonnenschein-Schule.

Berufsfeuerwehrtag in Alt-Marl

Profi-Retter für 24-Stunden

MARL - Was es bedeutet, Feuerwehrmann zu sein, erlebten für 24-Stunden 15 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Sie nahmen am Berufsfeuerwehrtag des Löschzugs Alt-Marl teil.

Was die zwölf Jungen und drei Mädchen in dieser Zeit erwarten würde, wussten sie nicht. Das Organisationsteam um Maurice Senft und Arno Lange ließ sich im Vorfeld rund 14 Übungsszenarien einfallen. Die Jugendlichen mussten nicht nur eine Katze aus einem Baum retten, eine Ölspur beseitigen oder vermisste Personen suchen.

Um 15.09 Uhr ging am Samstag ein besonderer Einsatz im Alt-Marler Gerätehaus ein. In der früheren Dr. Carl-Sonnenschein-Schule war ein Feuer ausgebrochen. Eine Nebelmaschine sorgte für den Qualm. Im Gebäude sollten sich noch zwei Personen befinden, die es zu retten galt. So setzte sich kurzerhand ein Löschzug, bestehend aus drei Einsatzfahrzeugen und einem Rettungswagen, in Bewegung. Alle 15 Jugendfeuerwehrleute fuhren mit ihren Betreuern zur Einsatzstelle. Von zwei Seiten gingen die Nachwuchsretter in das vernebelte Gebäude und suchten nach Vermissten. Dafür wurden zwei Dummies in der Schule platziert. Den ersten entdecken die Retter schnell. Ein Angriffstrupp trug ihn aus dem Gebäude. Im Freien ersetzte ein Darsteller die Puppe.

Die Jugendlichen kümmerten sich um seine „Verletzungen“ und übergaben ihn der Besatzung des Rettungswagens. Nachdem schließlich auch die zweite vermisste Person gefunden und nach draußen gebracht wurde, lüfteten die Jugendlichen das Gebäude. Zum Schluss fand die Einsatznachbesprechung statt, in der die Betreuer die Leistung der Jugendlichen beurteilten. Einsatzleiter Ralf Czajerek lobte sie: „Ihr könnt stolz auf euch sein, es hat alles gut funktioniert.“

Nach dem Einsatz ging es zurück zum Gerätehaus, wo es laut extra angefertigtem Dienstplan mit Sport weiterging. Den hatte sich das Organisationsteam ausgedacht, um den Alltag eines Profis möglichst realistisch abzubilden. So stand zum Beispiel auch eine theoretische Schulung auf dem Programm. „Mit dem Tag wird auch die Kameradschaft gestärkt“, sagte Organisator Maurice Senft. Schließlich müssen alle Jugendlichen zusammenarbeiten. Gespannt warteten alle auf den nächsten Einsatz. Um 23 Uhr rückten die Jugendlichen aus, um ein echtes Feuer zu löschen. Nach einer kurzen Nacht, mussten sie am frühen Sonntagmorgen um 6.30 Uhr zum Guido-Heiland-Bad ausrücken. Dort mussten die jungen Feuerwehrleute ein vermisstes Kind suchen. Mitorganisator Maurice Senft war mit der Leistung der künftigen Retter zufrieden. „Man merkt, dass die Jugendlichen zielstrebig sind und fast alle den Wunsch haben, später einmal Feuerwehrmann zu werden. Es macht wirklich Spaß, ihnen heute zuzusehen.“

Die Feuerwehrleute aus dem Organisationsteam, die Betreuer und die Helfer waren stolz auf ihren Nachwuchs. . Am Sonntagmorgen um 8 Uhr endete schließlich der Dienst für die Jugendlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Einsatz im Horror-Haus: Darum bedrohte ein Mann eine Frau mit der Pistole
Einsatz im Horror-Haus: Darum bedrohte ein Mann eine Frau mit der Pistole
Hauptverkehrsader in Herten wird zur Einbahnstraße
Hauptverkehrsader in Herten wird zur Einbahnstraße
Weitere Festnahme nach Raubserie, Einbrecher in Herten verhaftet, Einsatz in "Horror-Haus"
Weitere Festnahme nach Raubserie, Einbrecher in Herten verhaftet, Einsatz in "Horror-Haus"
Schwerer Unfall in Oer-Erkenschwick: Auto erfasst freilaufendes Pferd
Schwerer Unfall in Oer-Erkenschwick: Auto erfasst freilaufendes Pferd
Festnahmen nach Tankstellen-Raubserie in Castrop-Rauxel: Es gibt einen neuen Sachstand
Festnahmen nach Tankstellen-Raubserie in Castrop-Rauxel: Es gibt einen neuen Sachstand

Kommentare