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Hubert Franzen demonstriert, wie trocken der Winterweizen ist. Am Horizont sieht man den helleren Teil des Feldes, der im Juni einen „Sonnenbrand“ bekam.

Hoffnung auf Wetterumschwung

Lässt der Klimawandel die Ernte vertrocknen? Landwirt in Marl wartet auf Regen

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Hubert Franzen wünscht sich für seine Felder derzeit vor allem eins: Regen. Ein Teil des Winterweizens bekam bereits im Juni zu viel Sonne ab. Dem heißesten Juni, seit Beginn der Wetteraufzeichnung.

Mit dem Saisonverlauf ist Hubert Franzen bisher zufrieden. Daran ändert auch die seit Wochen anhaltende Trockenheit nichts. Am letzten Samstag fuhr der Marler Landwirt den ersten Teil seiner Ernte ein. Das ging dank moderner Maschinen an nur einem Tag über die Bühne, dauerte aber trotzdem bis weit nach Einbruch der Dunkelheit. Acht Tonnen Wintergerste hat er bereits gedroschen. Das ist mehr, als im letzten Jahr.

Weizen leidet unter Trockenheit

„Beim Weizen sieht es dagegen nicht so gut aus. Der Winterweizen hat einen Sonnenbrand abbekommen“, sagt Hubert Franzen. Das geschah Ende Juni – übrigens dem weltweit heißesten Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1781. Die Folgen sind jetzt noch sichtbar. Auf dem abschüssigen Feld gegenüber dem Hof am Linder Weg teilt sich der Winterweizen deutlich in zwei unterschiedlich gefärbte Bereiche. Im oberen Teil sind die Ähren wesentlich heller als im tiefer gelegenen Teil. Den Grund dafür liefert Hubert Franzen: „Oben sind die Pflanzen trockener, weil das Regenwasser nach unten fließt und sich dort sammelt.“ 

Tiere leider unter Hitze

Ein noch größeres Problem ist die Hitze für die Tierhaltung. Besonders betroffen sind Schweine. Die können laut Hubert Franzen nur über die Zunge schwitzen.  Für Hubert Franzen geht die Saison demnächst mit der Ernte des Winterweizens weiter – und dem Warten auf Regen.

Auch in der Nachbarstadt Oer-Erkenschwick sorgt die Trockenheit für Probleme.

Die Landwirte in Oer-Erkenschwick blicken aktuell mit Sorge auf die im August anstehende Maisernte.

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