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Bei dem Brand in Alt-Marl waren 40 bis 50 Feuerwehrleute der Hauptwache, aus Alt-Marl und Polsum fast sechs Stunden lang im Einsatz.

Schlechte Träume im Hotel

Nach Hochhausbrand in der Barkhausstraße: Wann die Mieter zurückkehren können

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Die Hälfte der Mieter kehrt in das neuma-Hochhaus an der Barkhausstraße zurück, in dem vor drei Wochen ein Großbrand ausgebrochen war. 17 Wohnungen sind wieder belegt. Einige Mieter haben noch schlechte Träume.

Nach ersten Schätzungen entstand bei dem Brand ein Schaden von 750 000 Euro. Bis Ende nächster Woche wird etwa die Hälfte der Mieter wieder in ihren Wohnungen leben können. Das teilte neuma-Geschäftsführer Christoph Thier mit. In zwei Wochen sollen weitere acht bis neun Wohnungen saniert sein. 

„Die äußeren Wohnungen sind wieder mit Strom versorgt. Der Aufzug läuft auch wieder“, berichtet Christoph Thier. Stark beschädigt wurden allerdings die Wohnungen in der Mitte des Gebäudes. Einige müssen wohl für die Sanierung entkernt werden. 

"Wir müssen dringend waschen"

Auch Karin und Reiner Demski (76 und 77) kehren in diesen Tagen wieder in ihre Wohnung zurück. In den fünf Tagen nach dem Brand wurden sie in einer städtischen Sozialwohnung in der Adolf-Grimme-Straße untergebracht. Dann wurde ein Zimmer im Parkhotel frei und die Demskis zogen um. 

„Unseren Koffer machen wir jetzt soweit fertig“, sagt Reiner Demski und ist froh, zurückzukehren: „Alle haben gut gearbeitet, so schnell es ging. Wasser und Strom haben wir schon. Kühlschrank, Gefrierschrank und Waschmaschine können wir anschließen. Wir müssen dringend waschen.“ Auf eine Verbindung fürs Festnetz und Kabelfernsehen muss das Ehepaar noch warten. 

"Man wird das nicht richtig los"

Den ersten Schock nach dem Brand hatte es gut verarbeitet – auch weil schnell Hilfe kam. „Aber danach konnte ich doch nicht richtig schlafen“, erzählt Reiner Demski. „Man denkt immer an den Brand und wird das nicht richtig los. Gott sei Dank ist alles glimpflich ohne Verletzte abgegangen.“ 

Im Treppenhaus des Hochhauses halte sich noch immer der Brandgeruch, stellte der Rentner fest. „Der wird wohl noch Wochen da sein. Aber die Luft ist schon bedeutend besser.“ 

Kein Hinweis auf Brandstiftung

Wie berichtet, waren nach dem Brand Mieter von 54 Wohnungen ohne Bleibe. Allen, die nicht bei Freunden oder Bekannten unterkamen, vermittelten neuma und Stadtverwaltung Notwohnungen oder Hotelzimmer. Der Brand war im Keller des Hauses entstanden. Die neuma geht von einem technischen Defekt als Ursache aus. Hinweise auf Brandstiftung hat die Polizei nicht.

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