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Diese verendeten Fische fanden Passanten nach dem Vorfall bei ReFood im Rennbach.

Proben sind ausgewertet

Tote Fische im Rennbach bei Saria - Kreis schickt Proben ins Labor

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Nachdem Anwohner tote Fische entdeckten, wurden Proben aus dem Rennbach genommen. Festgestellt wurden erhöhte Werte von Ammoniumstickstoff. 

Update: Freitag, 19. Juli, 14:40

Der Vorfall sorgte für Aufsehen. Anfang Juli war bei Wartungsarbeiten in der Firma ReFood Flüssigdünger aus einem Fermenter in den Rennbach gelaufen. Eine turnusgemäße Überprüfung des Gewässers ergab jetzt eine erhöhte Konzentration von Ammoniumstickstoff, der in Düngemitteln vorkommt. „Die Werte sind aber nicht so, dass wir Akutmaßnahmen einleiten müssten“, so Andrea Middendorf, Sprecherin des Kreises Recklinghausen. 

Eine Gesundheitsgefährdung besteht nicht 

Eine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung bestehe nicht. Die Proben waren oberhalb und unterhalb des Entsorgungsunternehmens Saria - dort ist auch ReFood angesiedelt – aus dem Bachlauf entnommen worden. An beiden Entnahmestellen lagen die Messwerte über dem Jahresmittel, das bei 0,2 Milligramm pro Liter liegt. „Oberhalb von Saria waren es 0,46 Milligramm pro Liter, unterhalb 4,9“, berichtet die Sprecherin des Kreises.

Werte liegen über dem Jahresmittel

Der letzte – doch recht hohe – Wert würde sich mit dem Fermenter-Vorfall Anfang Juli erklären lassen, der erste möglicherweise mit dem Düngemitteleintrag auf Feldern, so Andrea Middendorf. Da der Rennbach aufgrund der langen Trockenphase wohl auch weniger Wasser führen würde, könnte das die erhöhten Ammonium-Stickstoff-Konzentration oberhalb des Entsorgungsunternehmens erklären.

Bald werden neue Proben gezogen

 „Wir haben den Bereich weiter im Blick, werden in der nächsten Zeit neue Proben ziehen“, versichert die Sprecherin.

Was wir vorher berichteten

In den Bachlauf war Anfang Juli bei Wartungsarbeiten in der Firma ReFood Flüssigdünger aus einem Fermenter gelaufen. Das aktuelle Ergebnis: „Im Bach sind keine Rückstände des Düngers mehr zu sehen. Das Wasser ist klar. Auch verendete Fische hat unser Mitarbeiter nicht entdeckt,“ teilt Andrea Middendorf, Sprecherin des Kreises auf Nachfrage mit. 

Bei dem Zwischenfall auf dem Gelände des Entsorgers war eine große Menge des Düngers – eine braune Brühe – in den Bach geflossen. Einsatzkräfte saugten 90 Kubikmeter Flüssigkeit (Wasser und Düngerkonzentrat) aus dem Bach – insgesamt 14 Lkw-Ladungen. Passanten hatten dort wenig später tote Fische entdeckt. Deswegen die neue Kontrolle. 

Routine-Untersuchungen

Das Ergebnis einer weiteren Gewässeruntersuchung steht noch aus. „Routinemäßig werden aus dem Rennbach zweimal pro Jahr Proben entnommen“, erläutert die Sprecherin des Kreises weiter. Die jüngste Entnahme sei am letzten Donnerstag erfolgt. Middendorf: „Die Proben haben wir zur Untersuchung in ein Labor geschickt.“

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