neuma sucht Hotelzimmer

Brand in Alt-Marl: 50 Bewohner können nicht ins Haus zurück

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MARL - Nach dem Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Barkhausstraße können 50 Menschen vorerst nicht in ihre Wohnungen zurück. Sie sind komplett ohne Strom, in viele Wohnungen ist auch Rauch gezogen. Nach Informationen der Feuerwehr konnten 30 Personen nicht bei Bekannten und Verwandten unterkommen.

Für sie sucht die Neue Marler Baugesellschaft (neuma) Hotelzimmer - auch in den Nachbarstädten. In Marl sind die Hotels wegen der Ruhrfestspiele fast ausgebucht. neuma-Geschäftsführer Christoph Thier geht davon aus, dass das Gebäude nach einer Sanierung wieder genutzt werden kann.

Das Feuer war heute Nacht gegen 3.45 Uhr im Keller des Hauses ausgebrochen. Der Rauch war dann durch einen Kabelschacht in die oberen Stockwerke gezogen. Etwa 50 Menschen brachte die Feuerwehr zu früher Stunde in Sicherheit, einige konnten selbst ihre Wohnungen verlassen. Wie Feuerwehrchef Rainald Pöter auf Nachfrage mitteilt, wurden sie zwischenzeitlich in einem Linienbus der Vestischen und einem Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr untergebracht und versorgt. Die neuma organisierte ein Frühstück und Kaffee. Ein bettlägeriger Mann wurde im Krankenhaus versorgt, ebenso ein Bewohner, der Kreislaufprobleme bekommen hatte.

Brandursache noch unbekannt

"Es hat ausgedehnt gebrannt. Aufgrund der hohen Temperaturen war es anfangs fast unmöglich, in den Keller zu kommen", sagt Rainald Pöter. Die Feuerwehr flutete den Keller zunächst von außen mit Schaum. Als die Hitze nicht mehr so extrem war, drangen die Kräfte zu Nachlöscharbeiten in die engen Kellerräume.

Fast sechs Stunden lang waren etwa 40 bis 50 Feuerwehrleute der Hauptwache, aus Alt-Marl und Polsum im Einsatz. Auch Ehrenamtliche aus Hamm und Sinsen waren alarmiert.

Über die Brandursache ist noch nichts bekannt. Als der Keller brannte, tobte noch ein Gewitter. Ein Blitzeinschlag ist nicht ausgeschlossen. Die Polizei hat den Brandort abgesperrt. Ein Ermittler war zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht vor Ort.

Schreiner sichern Türen

Schreiner sichern nun die Türen, die die Feuerwehr aufgebrochen hatte, damit nirgends eingebrochen wird. Einige Bewohner, deren Wohnungen weniger in Mitleidenschaft gezogen wurde, wollen trotz Stromausfalls in ihren Wohnungen bleiben. Andere halten sich Taschentücher vor Mund und Nase, holen Medikamente, Wertsachen, Wäsche und Handy, packen das Nötigste ein.

Nach dem ersten Schock reagieren die meisten Bewohner gelassen, loben die neuma für ihr Krisenmanagement.

Über die Höhe des Schadens ist noch nichts bekannt. Vertreter der Gebäudeversicherung waren noch nicht vor Ort.

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