Nina Zaborowski begeisterte das Publikum in der Scharounaula. Foto: Jürgen Wolter
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Nina Zaborowski begeisterte das Publikum in der Scharounaula. Foto: Jürgen Wolter

Beim MarLeo-Wettbewerb

Nina geht unter die Haut

  • vonJürgen Wolter
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MARL - Gegen diese Stimme kam keiner an: Nina Zaborowski, jüngste Teilnehmerin beim zweiten MarLeo-Wettbewerb für Nachwuchsmusiker, räumte in der Aula der Scharounschule den Publikumspreis ab. Wenn man die Augen schließt und sie singen hört, glaubt man nicht, dass eine erst 14 Jahre alte Schülerin auf der Bühne steht.

Der Lions-Club Marl im Revier hatte zum zweiten Mal den Nachwuchspreis für Jugendmusikkultur ausgeschrieben und erneut ein tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt. Acht Künstler, Einzelakteure, Duos oder Gruppen bewarben sich um die Trophäe, die mit drei Geldpreisen und einem Publikumspreis dotiert ist. Neu war in diesem Jahr erstmals ein Förderpreis Klassik. Hier ist Solotrompeter Tobias Bargel unangefochten der Sieger. Er lieferte einen überzeugenden Auftritt, und ist als einziger Teilnehmer in dieser Kategorie sicher schon für die Gala gebucht, die am 16. April im Marler Theater stattfinden wird. Den Auftakt machte die bekannte Marler Folk-Rock Formation Threepwood’n Strings, die zum zweiten Mal beim MarLeo bewies, dass sie stimmungsvolle Songs auf die Bühne bringen kann. Kurzfristig eingesprungen war Maximilian Parker, der in Sachen Musical, Schlager und Deutschrock unterwegs ist. Was dann folgte, war der eindeutig kreativste Beitrag: Das Duo „Radio Bart“ (dahinter verbergen sich Christoph Koitka und Jan Jerig aus Recklinghausen) lieferte eine witzige Persiflage auf den Radio- und Musikbetrieb. Immer wieder unterbricht sie eine Computerstimme aus dem Off und droht mit drakonische Strafen, wenn das Programm nicht stimmt: „Rappt oder sterbt!“, heißt es da. Die beiden kommen aus der Poetry-Slammer-Szene und sind jetzt auch musikalisch im Reifungsprozess: „Wir machen Radio, wir haben Bauchansatz und Bärte: Deshalb machen wir was zusammen“, lautet ihr Credo. Tim Berkels möchte auf die Showbühne: Er zog die Musical-Fans schnell auf seine Seite. Marie Angerer überzeugte mit gefühlvollen Folk-Songs, in denen sie unter anderem ihren Aufenthalt in Neuseeland verarbeitet hat. Entscheidung erst im April Und dann kam Nina: Die 14-Jährige mit der rockig-souligen Stimme zog alle Zuhörer in ihren Bann. Die Begeisterung des Publikums ließ schon ahnen, dass sie der Favorit des Abends sein würde. Den rockigen Schlusspunkt setzten die Jungs von „Zentralklang“. Die ehemalige Schülerband des ASGSG hat sich zu einem schlagkräftigen Rock-Act gemausert. Rapper Yahaya Seidu und das Ensemble I Dolci rundeten das Rahmenprogramm ab. Im Kurzinterview mit Moderatorin Jessica Trocha zeigte sich der erste MarLeo-Gewinner Philipp Artmann von den Künstlern begeistert. Spaß hatten auch die Mitglieder der Jury: „Es wird aber nicht leicht, eine Entscheidung zu fällen, bei den vielen unterschiedlichen Musikstilen“, gab Mike Marquardt zu. Diese wurde auch am Samstag noch nicht gefällt. Am späten Sonntagnachmittag gab die Jury lediglich bekannt, welche drei Formationen es in die Gala im Marler Theater geschafft haben: Marie Angerer, Radio Bart und Nina Zaborowski. „Erst im Theater lüften wir den Schleier, wer den ersten Platz beim MarLeo belegt“, so Organisator Peter Gesser.

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