ASB bewältigt Evakuierungsübung

"Bombenfund" fordert alle Kräfte

MARL - „Hier wird dringend ein Tragetrupp gebraucht“, ruft ein Sanitäter des Arbeiter-Samariter-Bundes. Ein Stück weiter kümmert sich eine Einheit um eine Person, die unter einem Auto eingeklemmt ist. Die Kolonne der Rettungsfahrzeuge sieht echt aus. Beim genauen Hinsehen wird den Beobachtern aber klar: Sie erleben eine Übung für den Ernstfall mit.

„Wir simulieren einen Bombenfund im Lucy-Romberg-Haus“, erklärt Organisator Thorsten Schweizer. Angenommenes Szenario: „Während der Evakuierung des Gebäudes ist eine Panik ausgebrochen, bei der viele Leute verletzt worden sind“. Aufgabe des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) ist es nun, Erste Hilfe zu leisten und die Verletzungen im benachbarten IG BCE-Haus zu versorgen.

Nicht ganz leicht bei gleich 27 Verletzten, besonders wenn die 27 Einsatzkräfte noch unerfahren sind. „In letzter Zeit sind einige neue Leute zu uns gekommen“, berichtet Schweizer weiter. „Andere haben noch keine Erfahrung mit Großeinsätzen. Deshalb war es wichtig, eine Katastrophe zu simulieren.“ Der Organisator ist gleichzeitig auch Übungsleiter und hat somit den Ablauf der Übung am Sonntagnachmittag geplant.

Wunden waren nur aufgemalt

Er muss Trupps einteilen, Aufgaben verteilen und immer für den Überblick sorgen. Aufgemalte Platzwunden und die schauspielerische Leistung einiger Freiwilliger sorgen für einen Hauch echter Katastrophenstimmung.

Das Wetter war wie gemacht für diese Übung. Einige Warteminuten waren für die „Patienten“ bei so vielen Einsätzen durchaus zu verkraften, zumal die Sanitäter sich erst einmal organisieren mussten. „Es geht ja gerade darum, unsere jungen Kräfte einzuarbeiten“, erklärt Thorsten Schweizer. Deshalb nehmen die Verletzten das Geschehen gelassen. Die Atmosphäre ist viel zu entspannt, um tatsächlich in Panik zu verfallen. Bei einer so langen Fahrzeugkolonne und so realen Platzwunden war Aufregung trotzdem garantiert.

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