Grundstücksfrage ist geklärt

Klara Hospiz folgt auf Schmiede

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MARL - Das Klara Hospiz mit zehn stationären Plätzen wird in Hüls gebaut. Die Alte Schmiede übersiedelt im kommenden Jahr nach Brassert in die Dr.-Carl-Sonnenschein-Schule. Die Gebäude vor der Paracelsus-Klinik am Lipper Weg werden abgerissen und machen Platz für den Hospiz-Neubau.

Damit findet zum Einen die lange Suche nach einem geeigneten Grundstück für das Hospiz, zum anderen auch die jahrelange Diskussion um den Umzug der Alten Schmiede vom Lipper Weg in Hüls an die Goethestraße in Brassert ein Ende. Das Klara Hospiz, für das bereits eine gemeinnützige Trägergesellschaft gegründet worden ist, findet nach Ansicht der Vorsitzenden des Fördervereins Klara Hospiz Dr. Ulrike Bertlich einen idealen Standort in Marl, "Zentral von allen Stadtteilen zu erreichen." Bis vor einigen Monaten war noch ein anderes Grundstück auf dem Gelände der Paracelsusklinik im Gespräch. Das Hospiz werde unabhängig sein und mit beiden Krankenhäusern gut zusammenarbeiten, betont Ulrike Bertlich.

Solidaritätsgemeinschaft sieht Chancen am neuen Standort in Brassert

Ziel der Stadt war es, das Grundstück der Alten Schmiede für die Gesundheitswirtschaft zu entwickeln. "Das ist mit dem Hospiz erfüllt", so Bürgermeister Werner Arndt. Die Verträge für das Erbpachtgrundstück sollen nun möglichst schnell unterschriftsreif werden, kündigt Kämmerer Michael Dinklage an. Das hören vor allem die ehrenamtlichen Geschäftsführer der Klara Hospiz gGmbh und der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Wilhelm Grothus, mit Wohlwollen. Denn um das Hospiz bauen und mit dem Betrieb beginnen zu können, wird noch viel Geld gebraucht. 2,6 Millionen Euro sind für die Anfangsphase nötig, auf rund 200.000 Euro wird der jährliche Bedarf an Spenden veranschlagt. An Unterstützungsbereitschaft in Marl und Umgebung mangelt es nicht. Seit Anfang 2016 sind schon rund 700.000 Euro zusammengekommen.

Bis 1. Mai 2019 soll die Dr. Carl-Sonnenschein-Schule in Brassert so umgebaut sein, dass die Alte Schmiede einziehen kann. "Die Schule erscheint uns tatsächlich in hohem Maße geeignet, sowohl die Verwaltung als auch soziale Maßnahmen an einem Ort unterbringen und uns auch noch weiter entwickeln zu können", erklärte Heinz-Jürgen Borkenstein, Vorsitzender der Solidaritätsgemeinschaft arbeitsloser Bürger auf Nachfrage. "Darüber hinaus denken wir, dass wir im Stadtteil Brassert zusätzliche, attraktive Angebote für die Bürger schaffen können." Als seine persönliche Meinung fügt er noch hinzu: "Dass nunmehr das Klara Hospiz unsere Gelände übernehmen soll, freut mich besonders. Für sind die Räume definitiv nicht mehr ausreichend."

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