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Colin Germesin (links) und Max Meynigmann wollen das Kino Loe-Studio wiederbeleben.

Ein Kino für Hüls

Junge Marler wollen Loe-Studios wieder eröffnen

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MARL - Ein Kino in Marl ist bei vielen Bürgern nur noch eine blasse Erinnerung. Einige Kinder haben die Loe-Studio-Kinos nicht mal erlebt, sind bisher ohne festes cineastisches Vergnügen in der Stadt aufgewachsen - bis jetzt.

Ein Kino mit moderner Technik, in dem man die Beine ausstrecken und große Gefühle auf großer Leinwand erleben kann – das hat in Marl lange gefehlt. Colin Germesin (22) und Maximilian Meynigmann (21), zwei junge Partymacher aus Marl, wollen dieses Kino-Erlebnis wieder möglich machen. Sie wollen die leer stehenden Loe-Studios im Trogemannseck renovieren und ab August oder September wieder betreiben. Blockbuster, Komödien, Liebesfilme und Kinderfilme sollen auf den Leinwänden in drei Sälen zu sehen sein.

Markus Meynigmann (51), Inhaber des Kfz-Meisterbetriebs am Dümmerweg in Brassert, hat die Kinos jetzt von Eigentümer Dr. Horstfried Masthoff gekauft. Dessen Familie hatte über Jahrzehnte die Kinos dieser Stadt betrieben. Meynigmann verpachtet die Studio-Kinos vor der Hülser Fußgängerzone an seinen Sohn Maximilian und dessen Kompagnon. Beide organisieren bisher mit Erfolg die „Savages“-Open-Air-Party auf dem Gelände der Autowerkstatt und Vor-Abi-Partys in Marl. Sie glauben zu wissen, wie die Haupt-Kinozielgruppe, junge Menschen von 16 bis 26 Jahren, tickt.

„Wir werden den Namen Loe-Studio-Kinos beibehalten“, kündigt Colin Germesin an. Allerdings wollen die jungen Betreiber das Gebäude kernsanieren, Kinosäle und Toiletten modernisieren, die Technik auf den digitalen Stand von 2018 bringen. Die Struktur mit einem größeren und zwei kleineren Sälen wollen Colin Germesin und Max Meynigmann beibehalten. Mit Programmkino-Filmen wollen sie nicht experimentieren. Über die Leinwand sollen nur Blockbuster und Mainstream-Filme laufen.

Mehr Komfort, weniger Sitzplätze

Von einem Unternehmer aus Würzburg, der 25 Jahre lang Kinos betrieben hatte, kauften die beiden jungen Marler die Technik – zu einem guten Preis, wie Colin Germesin erzählt: „Wir haben uns angefreundet. Er ist für uns wie ein Mentor.“

Die Zahl der Sitzplätze – gut 240 in allen drei Kinos zusammen – wollen die Betreiber zugunsten des Komforts reduzieren. Die Zuschauer sollen ihre Füße ausstrecken können.

Zur Wohlfühl-Atmosphäre soll auch ein kleines Café im Kino beitragen. Selbstverständlich werden an der Theke Popcorn, Getränke und Eis verkauft. Bekanntlich will Investor Hubert Schulte-Kemper im Marler Stern eine „Eventlandschaft“ mit Kinos einrichten. Das sei zwar eine Konkurrenz. Marl könne aber auch zwei Kinos vertragen, davon ist Colin Germesin überzeugt.

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