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An der Problemkreuzung Goethe-/Bogenstraße kam es trotz eindeutiger Beschilderung immer wieder zu gefährlichen Situationen. Bisher blieb es bei Blechschäden. Die städtischen Ordnungshüter wollen die Situation nun durch neue, zusätzliche Verkehrsschilder entschärfen.

Ordnungshüter stellen Stoppschild auf

Unfallschwerpunkt Bogenstraße wird entschärft

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MARL - Die Zahl der Unfälle in Marl ist im vergangenen Jahr gestiegen. Aber in neun von zehn Fällen gab es nur Blechschäden. Anders als in anderen Städten ging die Zahl der Verletzten sogar zurück. Zwei Unfallschwerpunkte hat die Polizei ausgemacht: In der Bogenstraße reagiert die Stadt schon am Freitag und entschärft die Situation.

Rein statistisch gesehen können sich die Marler auf ihren Straßen etwas sicherer fühlen als die Bürger der Nachbarstädte. Umgerechnet einer von 295 Bürgerinnen und Bürgern erlitt im vergangenen Jahr bei einem Unfall Verletzungen. Die Wahrscheinlichkeit, verletzt zu werden, ging sogar minimal zurück. Dagegen ist sie im gesamten Polizeipräsidium Recklinghausen der Unfallstatistik zufolge leicht gestiegen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Marl stieg insgesamt um 178 auf 2285. Allerdings ist auch die Einwohnerzahl der Stadt Marl gewachsen, ebenso die Zahl der Neuzulassungen. „Immer mehr Fahrzeuge sind auf den Straßen unterwegs“, sagt der Leiter der Polizeidirektion Verkehr, Karl-Heinz Henn. Das ungewöhnlich warme Jahr 2018 lockte auch mehr Fußgänger und Radfahrer nach draußen.

Keine Brennpunkte

Häufiger krachte es an den Einmündungen Goethestraße/Bogenstraße und Victoriastraße/Otto-Hue-Straße. „Sie sind zwar auffällig, aber noch keine Unfallbrennpunkte“, sagt Karl-Heinz Henn.

Unsere Leser hatten auf die brenzlige Situation in der Bogenstraße hingewiesen. Die Stadtverwaltung reagiert: Ab morgen wird das Schild „Vorfahrt achten“ in der Bogenstraße durch ein Stoppschild ersetzt. 15 Meter vor dem Stoppschild wird zusätzlich das Schild Gefahrenstelle (dreieckig mit Ausrufezeichen) aufgestellt – mit dem Zusatz „Vorfahrt geändert“. Für die Victoriastraße gebe es noch keine Lösung, sagt Stadtsprecher Daniel Rustemeyer. Damit befasse sich aber die überörtliche Unfallkommission im März.

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