Sicherheitsmaßnahmen werden verschärft

Container und 1600 Mülltonnen im Betriebshof verbrannt

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MARL - 1600 bis 1800 leere Mülltonnen und etliche Container auf dem Gelände des Zentralen Betriebshofs in Brassert sind am Samstag gegen 5.45 Uhr in Flammen aufgegangen. Die Flammen schossen teilweise 20 Meter hoch, es entwickelte sich eine enorme Hitze. Löschzüge der Hauptwache, aus Alt-Marl, Hamm und Lenkerbeck waren bis kurz nach 8 Uhr im Einsatz.

Starker Rauch zog durch das Gelände in der Zechenstraße. Die Einsatzkräfte löschten mit Wasser, mussten eigens eine Wasserversorgung legen. Nach einer guten halben Stunde hatten sie das Feuer im Griff. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung, hat aber noch keine Hinweise auf Tatverdächtige, Telefon 02361 - 550.

Die Schadenshöhe ist noch nicht abzuschätzen, sie liegt mindestens im hohen fünfstelligen Bereich. Die Zahl der verbrannten Container wird auf 50 geschätzt. Die Hitze war so groß, dass sogar 15 Meter weiter Feuerlöscherbehälter geschmolzen und deformiert sind und in der nahe gelegenen Werkstatt Scheiben zersprangen. Auch zwei Laternen sind verbogen. Ob es zudem Schäden an der Elektrik gibt, werden Experten am Montag feststellen.

"Ein Feuerzeug reicht nicht, um solch einen Brand zu verursachen", sagt der Leiter des Zentralen Betriebshofs, Michael Lauche. Er schloss den Feuerwehrleuten mit einem Generalschlüssel die Werkstatt und andere Räume auf, damit sie versteckte Brandherde feststellen konnten.

Lieferengpass nicht ausgeschlossen

"Der Schaden schmerzt uns sehr, vielleicht wird es einen Lieferengpass geben", sagt Michael Lauche. "Aber zum Glück ist keinem Mitarbeiter etwas passiert." Der ZBH-Chef dokumentierte am Samstagmorgen den Schaden mit Fotos und informierte die Versicherungen, deren Vertreter am Montag im Zentralen Betriebshof erwartet werden. Dann werden auch Spezialisten des Kriminalkommissariats für Branddelikte den Tatort inspizieren.

Michael Lauche will nun das Gelände des Zentralen Betriebshofs stärker sichern. Auch über den Einsatz von Videokameras wird nachgedacht.

Der Löschzug der Hauptwache konnte übrigens erst kurz nach den freiwilligen Feuerwehren zum Brandort kommen. Ein paar Minuten vorher brannte eine Hecke in der Lothar-Hentschel-Straße, so dass die Einsatzkräfte der Hauptwache erst einmal dort beschäftigt waren. Auch in diesem Fall geht die Feuerwehr von Brandstiftung aus.

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