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Stadt bekämpft Nager im Kanalnetz

Essensreste locken Ratten - auch am City-See

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MARL - Seit Jahren bekämpft die Stadt Ratten in der Kanalisation. Immer wieder tauchen die Nager auf – vor allem, wenn es heiß wird. Nachdem Anwohner sich beklagten, legten Stadt-Mitarbeiter auf Hinweis unserer Redaktion in der Kanalisation der betroffenen Straßen vorsorglich Köder aus. Fragen und Antworten zum Thema:

Was können Anwohner tun, die ähnliche Probleme mit Gewerbemüll, Gestank und Ratten haben?

Sie sollten sich bei der Gewerbeabteilung des Ordnungsamts melden, Tel. 99-0. Wer Ratten in Parks und auf Grünflächen beobachtet, sollte im Umweltamt anrufen, Tel. 99-67 06. Es beauftragt, wenn notwendig, eine Fachfirma für Schädlingsbekämpfung, sagt Stadtsprecher Rainer Kohl.

Wo überall lässt die Stadt Köder gegen Ratten auslegen?

Sie darf Ratten nur im Kanalnetz mit speziellen Ködern bekämpfen. Der Zentrale Betriebshof (ZBH) tut dies gezielt mit geschultem Personal – und zwar nur dort, wo Ratten gesichtet wurden. Alle zwei Wochen werden die Köder kontrolliert. Bei Bedarf wird nachgelegt. In der Vergangenheit hatte ein Schädlingsbekämpfer zweimal jährlich im Stadtgebiet Köder ausgelegt – auch vorsorglich dort, wo es nicht nötig war. Die Bürger selbst können wenig unternehmen. Seit vier Jahren ist Rattengift nicht mehr frei verkäuflich: Immer häufiger wurden und werden Resistenzen gegen die Wirkstoffe bekannt.

Bekommen Haushalte oder Betriebe zusätzliche Mülltonnen, wenn sie welche benötigen?

Selbstverständlich, sagt Stadtsprecher Rainer Kohl. Dies kostet aber auch zusätzliche Gebühren. Restaurants, Pizzerien und andere Gastronomie-Betriebe sind allerdings verpflichtet, ihre Essensreste über Fachfirmen zu entsorgen. Die Entsorger stellen den Betrieben spezielle Müllbehälter zur Verfügung. In die Hausmülltonne gehören gewerbliche Essensreste nicht.

Sind Problemzonen bekannt?

In den letzten Jahren tauchten die Plagegeister an verschiedenen Orten auf: In Brassert wurde ein neunjähriges Mädchen von einer Ratte gebissen. Anwohner aus der Waldsiedlung und Hüls-Nord klagten ebenfalls über Rattenplagen. Die Stadtverwaltung bittet die Bürger, Essensreste auf keinen Fall in die Toilette oder ins Spülbecken zu kippen. Das lockt Ratten an. In letzter Zeit wird der Rathaus-See zum Problem: Obwohl Enten und Gänse nicht gefüttert werden dürfen, werfen Passanten ihnen dicke Brocken hin, berichtet Rainer Kohl. Das locke immer mehr Vögel an, auch Ratten holen sich ihre Ration. Und der See droht bei Hitze zu kippen. Der Stadtsprecher bittet die Bürger, das Fütterverbot zu beachten.

Wer beantwortet weitere Fragen zum Thema Ratten?

Ansprechpartner der Bürger ist Carsten Alfes vom ZBH, Tel. 99 66 25.

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