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Sina (l.) und Eveline Völz sind seit 40 Jahren mit ihrem Süßwarenwagen dabei.

Straßenfest in Brassert

Gemischte Bilanz zum Ende

MARL - Mit einem verkaufsoffenen Sonntag endete gestern das Straßenfest in Brassert. Budenbetreiber ziehen eine gemischte Bilanz. Wie viele der Besucher wünschen auch sie sich ein breiteres Angebot, das mehr Leute lockt.

Es hätten etwas mehr Besucher sein können“, sagt Schießstand-Schausteller Heinz-Peter Bacha. Das Angebot sei zwar vielseitig, aber bräuchte etwas mehr, „um die Leute aus dem Haus und erst recht in den Stadtteil zu locken“. Zur Eröffnung am Donnerstag fanden sich verschiedene Schausteller mit Angeboten wie Schießständen, Dosenwerfen, Karussellfahrten entlang der Brassertstraße ein. Es gab Marktstände zum Stöbern mit Kleidung, Taschen oder Accessoires für Groß und Klein. Auch Haare-Flechten, japanisches Fadenziehen und Kuscheltier-Greifen gehörten zum Angebot.

Den ersten Tag des Festes empfanden die meisten Schausteller als den erfolgreichsten mit den meisten Besuchern. „Das Schöne an Brassert ist das gemischte Publikum. Kinder kommen mit ihren Eltern, Großeltern, Freunden und Bekannten und die Jugendlichen finden sich am Abend bei einem Bierchen zusammen“, sagt Heinz-Peter Bacha.

Dass die Besucherzahlen von Jahr zu Jahr sinken, macht sich trotzdem bemerkbar. Anwohnerin Agnes Wisniewski bummelt mit ihrer jungen Familie jedes Jahr über das Straßenfest und berichtet: „Es ist schön, weil viel los ist. Aber die Angebote sollten für Familien abwechslungsreicher sein.“ Dem stimmt auch Schausteller Gino Lenz zu, der seit 14 Jahren den Stand für das Dosenwerfen betreibt. Er sagt: „Ich bin gerne in Brassert, ob Petrus mitspielt oder nicht. Aber man müsste das Programm erweitern und attraktiver gestalten.“

Zur Erfrischung gab es bis in die Abendstunden im Biergarten kalte Getränke und Eis, zudem Snacks wie holländische Pommes, verschiedene Süßwarenstände, Donuts oder Gewürzgurken. Auch wenn diese und andere Attraktionen viel Spaß versprachen, kamen aufgrund des Wetters am letzten Tag nicht viele Besucher. Einige Geschäfte auf der Brassertstraße öffneten trotzdem mittags ihre Türen und luden zum verkaufsoffenen Sonntag ein.

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