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Die Glocken des Versöhnungszentrums sind schon in der Dreifaltigkeitskirche und werden bald läuten (v. l.): Baukirchmeister Dr. Hartmut Steinbeißer, Kirsten Winzbeck, Martin Giesler und Architekt Rainer Steinke.

Zentrum Dreifaltigkeit wird umgebaut

Echte Glocken, eine Café-Terrasse und mehr Platz

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MARL. - Die Baustelle an der Brassertstraße ist vielen Bürgern schon aufgefallen. Vor dem Zentrum der Dreifaltigkeitskirche wird zurzeit ein Betonsockel gesetzt. Er ist für den Glockenturm des Versöhnungszentrums bestimmt, der in Kürze nach Brassert versetzt wird.

Dann hat die Dreifaltigkeitsgemeinde endlich einen Kirchturm mit echten Glocken. Er ist ein Teil des geplanten Umbaus: Das Gemeindezentrum soll transparenter werden, den Besuchern mehr Platz bieten.

Voraussichtlich am 27. oder 28. November wird der stählerne, mit Holz verschalte Glockenturm mit dem Tieflader an die Brassertstraße gebracht. Mit dem Kran wird er dort vor das Gemeindezentrum gehievt. Dann wird deutlich erkennbar, dass das vor vier Jahrzehnten eingeweihte Zentrum eine Kirche ist.

Für das Hertener Büro Steinke + Zils, das schon etliche Gemeindezentren umgebaut und saniert hat, ist das Projekt eine Herausforderung: „Mit einem Glockenturm sind wir noch nie umgezogen“, sagt Architekt Rainer Steinke. Der mehr als 13 Meter hohe Turm passe optisch gut zum Gemeindezentrum Dreifaltigkeit, denn es wurde wie das Versöhnungszentrum vom Architekten Hanns Hoffmann konzipiert.

Geläut kommt vom CD-Player

Pfarrerin Kirsten Winzbeck, Vorsitzende der Evangelischen Stadtkirchengemeinde (esm), und Pfarrer Martin Giesler freuen sich, dass in Brassert bald richtige Kirchenglocken läuten werden. Bisher spielen die Geistlichen sonntagmorgens das Geläut auf dem CD-Player ab.

Auch vom Umbau des gesamten Gemeindezentrums versprechen sie sich viele Vorteile: „Viele Leute fanden bisher unseren Eingang nicht und gehen durch die Kirche ins Café“, berichtet Martin Giesler. Doch bald erhält das Gebäude einen neuen, attraktiven Eingang zur Brassertstraße hin. Auch durch einen gläsernen Anbau wird es von der Straße aus besser erkennbar sein. Die Gemeinderäume werden heller, großzügiger und neu aufgeteilt.

Das Café TriAngel wird zum Kirchhof hin verlegt. Im Sommer können Tische und Stühle auch auf die Terrasse nach draußen zur Brassertstraße hin gestellt werden. Vom Kirchenraum wird das Café nur durch eine mobile Glaswand getrennt sein. So kann der Kirchenraum bei großen Gottesdiensten erweitert werden. Der bisherige Café-Raum soll den Gemeindegruppen Platz bieten und als Teeküche genutzt werden. Auch die Büros werden überarbeitet, die Toiletten neu gemacht und mit Mosaiken versehen. Die Architekten wollen zudem die Fenster austauschen: durch solche mit moderner Wärmedämmung.

Gottesdienste im Jugendheim

Rund 870 000 Euro lässt sich die esm den Umbau kosten. Davon sind rund 100 000 Euro für die Versetzung des Turms vorgesehen.

Ab März wird das Gemeindezentrum eine große Baustelle sein. Die Gottesdienste finden dann im Jugendheim boje statt. Lediglich das Café TriAngel bleibt geöffnet. Die meisten Gruppen werden in die boje oder ins Pfarrhaus an der Martin-Luther-Straße wechseln. Die Famibi-Gruppen und der Kneipp-Verein treffen sich im Kindergarten Himmelszelt. Weihnachten 2016 soll wieder in der Dreifaltigkeitskirche gefeiert werden.

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