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Ende April löschten 200 Feuerwehrkräfte den Großbrand in der Müllsortieranlage der Alba Group.

Nur mit Kohlefilter

Alba will Müllsortier-Anlage wieder in Betrieb nehmen: Das ändert sich für Anwohner

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Die Alba-Gruppe will ihre Recycling-Anlage im Chemiepark wieder betreiben. Der Zeitpunkt steht noch nicht fest. Für die Anwohner soll sich aber einiges ändern.

Die Sortieranlage für Leichtverpackungsmüll soll erst wieder angeschaltet werden, wenn schnellere Rolltore, Aktivkohlefilter und Absaugsysteme installiert sind. Das versicherte Unternehmenssprecher Henning Krumrey auf Nachfrage unserer Redaktion. Den Genehmigungsantrag für die Filteranlage habe Alba eingereicht. 

Gestank in Marl soll reduziert werden

Das Unternehmen stand wegen Gestanks in der Blumensiedlung und Zollvereinsiedlung in der Kritik. Immer wieder hatten sich Anwohner beschwert, auch über eine Fliegenplage. Durch die neuen Vorkehrungen soll der Gestank deutlich gemindert werden. „Geruchsfreiheit“ werde es aber nie geben, hat ein Ressortleiter der Unteren Immissionsschutzbehörde im Planungsausschuss klargestellt.

Beim Bürgerdialog des Chemieparks am Mittwoch, 10. Juli, von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr, in Info-Centrum, Lipper Weg 201, hat Alba Gelegenheit, Vertrauen zurückzugewinnen. Das Unternehmen werde kommen, verspricht Henning Krumrey. 

Ursache für Feuer in Marl noch unklar

Noch immer ist unklar, wodurch das Feuer in der Nacht vom 23. auf den 24. April entstand. Die Staatsanwaltschaft Essen wartet auf ein abschließendes Gutachten zur Brandursache. Offen ist auch, wie groß der Schaden ist, der Alba durch den Brand entstand. Alba rechnet mit einem Schaden in zweistelliger Millionenhöhe.

Zum Brandschutz wollten sich bisher weder das Unternehmen noch die Stadt äußern. Immer wieder kommt es zu Bränden in Recycling-Anlagen. Das Landesumweltamt ließ deshalb Forscher eine Studie erstellen. Hintergründe lesen Sie am Montag in der Marler Zeitung.

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