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Fünf mutmaßliche Einbrecher stehen in Essen vor Gericht.

Prozessbeginn in Essen

Mutmaßlicher "Feierabendhaus"-Dieb ist verschwunden - Richter ordnet Maßnahme an

Nach einem Diebstahl im Marler "Feierabendhaus" im Januar hat das Landgericht Essen jetzt den Prozess gegen fünf Verdächtige eröffnet. Einer von ihnen glänzte durch Abwesenheit.

Vor dem Essener Landgericht hat der Prozess gegen fünf mutmaßliche Serien-Einbrecher begonnen. Die beiden mutmaßlichen Haupttäter waren im Januar nach einem Diebstahl im „Feierabendhaus“ am Chemiepark festgenommen worden. Insgesamt hat die Staatsanwaltschaft fünf Männer im Alter von 24 bis 49 Jahren angeklagt. Die beiden mutmaßlichen Haupttäter sitzen in Untersuchungshaft, die drei anderen befinden sich auf freiem Fuß.

Nach Raub in Marl: Angeklägter taucht offenbar unter

Genau das scheint der mit 49 Jahren älteste Angeklagte allerdings genutzt zu haben, um unterzutauchen. Als die Verhandlung um 9.15 Uhr aufgerufen wurde, blieb sein Sitzplatz leer. Die Richter reagierten sofort und schickten die Polizei zur Gelsenkirchener Wohnadresse des Mannes. Dort trafen die Beamten allerdings nur die Mutter des 49-Jährigen an. Auch diese will schon länger keinen Kontakt mehr zu ihrem Sohn haben. „Möglicherweise hält er sich in Holland auf“, soll sie den Polizisten mit auf den Weg gegeben haben.

Prozess gegen Räuber musste beginnen

Da der Prozess trotzdem beginnen musste, wird nun gegen nur noch vier Angeklagte verhandelt. Sobald der Fünfte gefunden und festgenommen werden kann, bekommt er ein eigenes Verfahren vor dem Essener Landgericht. Innerhalb weniger Wochen sollen die vier angeklagten Gelsenkirchener eine Reihe von Einbrüchen verübt haben – alle mit dem Ziel, Bargeld oder irgendwelche Gegenstände zu erbeuten, die man später zu Geld machen konnte.

Täter tauchten mehrfach in Marl auf

In Marl tauchten die Täter Ende Januar gleich zweimal in derselben Nacht im „Feierabendhaus“ auf. Dabei wurden an der Rezeption mehrere Schränke und Schubladen aufgebrochen und nach Beute durchsucht. In Haltern hatten die Täter kurz zuvor zweimal das Postverteilzentrum heimgesucht. Einmal hatten sie einen Tresor mit Bargeld und zwei Tankkarten mitgehen lassen, bei ihrem zweiten nächtlichen Besuch hatten sie 14 Mobiltelefone im Wert von 7000 Euro mitgenommen.

Widerstand bei Festnahmen in Marl

Laut Anklage leisteten die beiden 24-Jährigen bei dem Zugriff in der Nähe des „Feierabendhauses“ erheblichen Widerstand. Beide sollen versucht haben, die Polizisten mit Tritten und Schlägen zu verletzen. Vor allem für einen von ihnen steht in dem Prozess eine Menge auf dem Spiel. Wie es heißt, soll er einen Teil der Einbrüche nämlich während eines Hafturlaubs verübt haben. Trotz seines jungen Alters ist er also bereits erheblich vorbestraft.

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