Hand von Senior auf Tablet
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Auch mit dem Tablet aarbeiten viele Senioren.

Keine Treffen möglich

„ComputerOldies“: Beraten wird zurzeit nur per Telefon oder E-Mail

  • Meike Holz
    vonMeike Holz
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In Zeiten wie diesen trifft man sich im virtuellen Raum. Für jüngere Menschen stellt das kein Problem dar, wohl aber für manche Senioren. Doch es gibt ja die „ComputerOldies im Vest Recklinghausen“.

Die leisten Hilfe zur Selbsthilfe leisten. „Ich habe gerade erst einen Anruf bekommen und konnte denjenigen beruhigen“, erzählt Manfred Watzka. Thema des Gesprächs war der Anruf eines angeblichen Microsoft-Mitarbeiters auf Englisch. Dabei handelte es sich um eine Betrugsmasche, bei der man das Gespräche am besten sofort beenden soll.

1999 entstand der Computerclub

„Ich bin kein gelernter Fachmann“, betont Manfred Watzka. „Ich habe mir alles selbst angeeignet.“ 1984 schaffte sich der Marler seinen ersten Computer an. „Ich habe damit ein bisschen experimentiert“, schmunzelt der 74-Jährige. Der ehemalige Gastwirt des Dorfkrugs Münch in Polsum tauschte sich mit Gästen über die Technik aus, im Mai 1999 wurde es dann ganz offiziell und der Computerclub aus der Taufe gehoben. Erst beschäftigte sich man mit der Hardware, sprich untersuchte das Innenleben der Geräte und versuchte auf diese Weise, technische Probleme zu beheben. Heute gibt es eine Bildbearbeitungs-Gruppe, andere tauschen sich über diverse Programme und Netzwerke oder Apps am Smartphone aus.

Schon fast ein Jahr Zwangspause

Mit dem Wechsel in das Haus der offenen Tür (HoT) Boje der Evangelischen Stadtkirchengemeinde in Brassert nahm die Mitgliederzahl spürbar zu. Heute zählen die ComputerOldies rund 60 Mitglieder. „Wir sind alle ab 50, 60 Jahre alt“, berichtet Watzka. Und für sie ist es aktuell sehr schwierig. Fast ein Jahr ist es her, dass sich die Männer und Frauen letztmals zu den obligatorischen Gruppenstunden trafen. „Wir hatten kein Sommerfest, keine Weihnachtsfeier oder Jahreshauptversammlung“, bedauert der Vorsitzende. Manfred Watzka hofft wie viele seiner Vereinskameraden auch, dass die Zwangspause nicht mehr lange dauert. Ihnen fehlt persönliche Kontakt einfach.

Austausch über soziale Netzwerke

Doch bis es soweit ist, müssen sich die ComputerOldies auf den Austausch über soziale Netzwerke beschränken. Hilfe zur Selbsthilfe mit dem erforderlichen Abstand. Die möchte auch Manfred Watzka weiterhin leisten. „Aber nur per Telefon oder E-Mail“, sagt der 74-Jährige.

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