Eine nasse Straße. An der Seite stehen Bäume.
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Es regnet zurzeit viel. Aber auch genug für die Bäume?

Trotz der jüngsten Niederschläge

Die Bäume könnten durchaus noch mehr Landregen vertragen

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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Die Regenfälle der letzten Tage zeigen Wirkung, was den Wasserstand der Lippe angeht. Der Fluss am nördlichen Stadtrand ist deutlich sichtbar über die Ufer getreten. Und doch: Die Bäume könnten noch mehr Wasser von oben vertragen.

Wer angesichts der Dauerregen-Tristesse draußen der Meinung ist, nun habe es doch auch für sie „endlich mal genug“ geregnet, dem entgegnet Michael Lauche, Chef des Zentralen Betriebshofs (ZBH) in Marl: Insbesondere, was die tief wurzelnden Gehölze angehe, könne man davon noch nicht sprechen. Mit dem Boden müsse man sich die Sache so vorstellen wie mit einem Schwamm: Ein bereits feuchter Schwamm sauge Wasser auch besser auf als ein trockener. Und derzeit werde man noch feststellen, dass der Boden angesichts der langen Trocken-Periode in den vergangenen Monaten in den tieferen Schichten, wo viele Bäume wurzeln, immer noch nicht hinreichend feucht sei. Die Dürre in tieferen Bodenschichten hatte sich seit den Hitzerekorden im Sommer 2019 aufgebaut und mehrere tausend Bäume im Vest das Leben gekostet.

Kurze Güsse helfen wenig

Was für die Bäume nötig sei, sagt Lauche, sei noch eine Weile konstanter Landregen. Kurze, heftige Regengüsse helfen laut ZBH-Chef den Bäumen eher wenig – denn die fließen zumeist in die Kanalisation ab. Auch das ist dann ein Thema für den ZBH. Der Boden jedenfalls kann das Wasser bei kurzen, heftigen Schauern meist gar nicht so schnell aufnehmen.

„Extreme Dürre“ auf dem Rückzug

Etwas zufriedener mit der Situation gibt sich Stefan Frackowiak von den Kommunalen Servicebetrieben (KSR) in Recklinghausen. Er sagt „Auch für unsere Bäume hat es nun endlich genug geregnet.“ Dass sich tatsächlich schon eine Besserung der Situation andeutet, kann man Informationen des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung entnehmen. Demnach kommt Regenwasser jetzt schon auch in größeren Bodentiefen an: So sei die „extreme Dürre“ in 1,80 Metern Bodentiefe, wo die Bäume wurzeln, im Vest auf dem Rückzug; sie habe sich im Januar in eine „moderate Dürre“ verwandelt, mit der Bäume recht gut leben können.

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