Dirk Gratzel (M.) erklärt Andrea Klein (RAG Montan Immobilien) und Bürgermeister Werner Arndt, was er mit der Bunkeranlage auf dem Gelände vorhat.
+
Dirk Gratzel (M.) erklärt Andrea Klein (RAG Montan Immobilien) und Bürgermeister Werner Arndt, was er mit der Bunkeranlage auf dem Gelände vorhat.

Altes Zechengelände in Polsum

Dirk Gratzel versucht in Marl, ein einzigartiges Projekt umzusetzen

  • Patrick Köllner
    vonPatrick Köllner
    schließen

Gesucht und gefunden: Auf dem Gelände der ehemaligen Zechen-Schächte Polsum 1 und 2 versucht Dirk Gratzel, sein einzigartiges Projekt "Green Zero" umzusetzen.  

  • Dirk Gratzel möchte die Ökobilanz seines Lebens ausgleichen.
  • In 52 Lebensjahren hat er 1175 Tonnen Kohlendioxid verursacht.
  • Er nimmt 500.000 Euro Kapital in die Hand.

Auf dem Gelände der ehemaligen Schächte Polsum 1 und 2 soll in den nächsten Jahren das einzigartige Projekt „Green Zero“ entstehen. Das ist der Wille  von Dirk Gratzel. Der 52-Jährige plant, die Ökobilanz seines Lebens ausgleichen.

Marl: Schacht Polsum wird zum Naturparadies | cityInfo.TV

Marl: Zeche Polsum wird zum Naturparadies | cityInfo.TV

Auf der Suche nach einem passenden Gelände kontaktierte Dirk Gratzel die RAG Montan Immobilien GmbH in Essen. Diese Firma verwaltet vieleindustrielle Hinterlassenschaften des Bergbaus. „Anfangs haben die mich vermutlich für verrückt erklärt“, meint Dirk Gratzel mit einem Schmunzeln. Nachdem jedoch geklärt war, was der Unternehmer plane, wurden sich beide Seiten handelseinig. Und fanden ein Gelände in Marl.

Gratzel nimmt sich 30 Jahre Zeit

Dirk Gratzel ist übrigens nach eigenen Angaben der erste Mensch weltweit, der die vollständige Ökobilanz seines Lebens kennt. Die möchte er bis zu seinem Lebensende ausgleichen, eine sogenannte „grüne Null“ erreichen. Dazu gibt sich Gratzel 30 Jahre Zeit. Und mit 500.000 Euro nimmt er auch eine Menge Kapital in die Hand. Dirk Gratzel: „Die Investition beansprucht meine gesamten Ersparnisse. Damit will ich aber nicht die Welt retten, sondern mich.“

Nach komplizierten Berechnungen habe der 52-Jährige in seinem Leben bislang unter anderem 1175 Tonnen Kohlendioxid sowie fünf Tonnen Schwefeldioxid erzeugt. Getreu dem Motto „Vom Grubengold zum goldenen Saft“ will Dirk Gratzel die komplette Gelände umstrukturieren. Dazu seien bereits im November schon 50 Obstbäume gepflanzt worden. Aus deren Früchten kann später beispielsweise Saft gewonnen werden. Zusätzlich ist der Anbau von Pflanzen vorgesehen, die Insekten als Lebensraum dienen. „Ich möchte damit einen Beitrag zur Biodiversität leisten.“ Damit ist die biologische Vielfalt in der Natur gemeint.  Denkbar ist, dass aus dem Projekt ein Naherholungsgebiet entsteht, dass beispielsweise Schulklassen zur Ansicht dient.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Coronavirus in Marl: Dieser Kindergarten ist geschlossen
Coronavirus in Marl: Dieser Kindergarten ist geschlossen
Coronavirus in Marl: Dieser Kindergarten ist geschlossen
Dürfen die Geschäfte in Marl am Sonntag öffnen? Gericht hat entschieden
Dürfen die Geschäfte in Marl am Sonntag öffnen? Gericht hat entschieden
Dürfen die Geschäfte in Marl am Sonntag öffnen? Gericht hat entschieden
Brennpunkt Lipper Weg? Zeugen für Überfall gesucht
Brennpunkt Lipper Weg? Zeugen für Überfall gesucht
Brennpunkt Lipper Weg? Zeugen für Überfall gesucht
Warum Wohnungen am Freerbruchbach in Marl so begehrt sind
Warum Wohnungen am Freerbruchbach in Marl so begehrt sind
Warum Wohnungen am Freerbruchbach in Marl so begehrt sind
Marl: Alkohol und sonst nichts mehr  -  wie die Sucht ihres Mannes das Leben einer Marlerin fast zerstörte
Marl: Alkohol und sonst nichts mehr - wie die Sucht ihres Mannes das Leben einer Marlerin fast zerstörte
Marl: Alkohol und sonst nichts mehr - wie die Sucht ihres Mannes das Leben einer Marlerin fast zerstörte

Kommentare