eingezäuntes Grundstück
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Das Gelände der Kreuzkirche ist eingezäunt.

Gelände der Kreuzkirche

Dornröschenschlaf ist zu Ende - das tut sich an der Goldregenstraße

  • Martina Möller
    vonMartina Möller
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Das Gelände an der Kreuzkirche ist eingezäunt wie seit Jahren. Doch es tut sich was an der Goldregenstraße.

Der Dornröschenschlaf hinter dem Bauzaun ist zu Ende. Vier Jahre, nachdem die Kreuzkirche entwidmet und geschlossen wurde, laufen auf dem Grundstück an der Goldregenstraße die Bauarbeiten für die geplanten 37 neuen Seniorenwohnungen. Auch die unter Denkmalschutz gestellte Marler Kirche wird umgebaut.

Gebäude unter Denkmalschutz

Ende 2022 sollen die ersten Bewohner in die Neubauten einziehen können. Geplant ist, auch die Kreuzkirche zu diesem Zeitpunkt ihrer neuen Bestimmung zu übergeben. In dem früheren Kirchengebäude und Gemeindetreffpunkt, der unter Denkmalschutz steht, wird der Awo-Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen nach dem Umbau wie berichtet eine Großtagespflegestelle für Kinder betreiben.

Quartiersbezogene und offene Angebote

Früher war die Kreuzkirche ein Treffpunkt für alle Generationen im Stadtteil Sinsen. Künftig wird es wieder quartiersbezogene und offene Angebote geben. Die Ausgestaltung soll mit Menschen aus dem Stadtteil erarbeitet werden. „Mittel für ein Quartiersprojekt sind bei der Stiftung Wohlfahrtspflege beantragt“, so Awo-Sprecherin Katrin Mormann auf Nachfrage.

Die Umnutzung wird gefördert

Die Umnutzung der Kreuzkirche wird aus Denkmalschutzmitteln des Bundes mit 363.000 Euro gefördert. Von der „Aktion Mensch“ werden 110.000 Euro für den barrierefreien Umbau der Kirche erwartet. „Das Vorhaben wird mithilfe vieler unterschiedlicher Fördermittelgeber finanziert. Jeder Fördermittelgeber hat unterschiedliche Richtlinien. Diese zu harmonisieren, war und ist eine sehr zeitintensive Aufgabe und hat zu der bekannten Zeitverzögerung geführt“, erklärt die Awo-Sprecherin. Der Ende September vorgestellte Zeitplan werde aber bis jetzt gut eingehalten. „Wir sind zufrieden mit dem Fortschritt.“

Zusätzliche Fenster werden eingebaut

Im Kirchengebäude wird der Eingangs- und Foyerbereich neugestaltet. Ein Teil des Gemeindezentrums ist für die Großtagespflegestelle vorgesehen. Zusätzliche Fenster werden in den ehemaligen Gottesdienstraum eingebaut, damit ein weiterer Multifunktionsraum entsteht. Alle baulichen Änderungen müssen mit der Denkmalpflege unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes abgestimmt werden. 6,2 Millionen Euro investiert die Arbeiterwohlfahrt in das Neubauprojekt, weitere 2,4 Millionen Euro kostet die Umgestaltung der ehemaligen Kirche.

Kaltmiete bei 11,50 Euro

In die zwei-, drei- und viergeschossigen Wohnhäuser können 21 Alleinstehende und 16 Zwei-Personen-Haushalte einziehen. Alle Wohnungen sind barrierefrei und verfügen über Balkon und Fußbodenheizung . Die Kaltmiete wird voraussichtlich 11,50 Euro pro m² kosten. Mieter können bei der Awo eine Betreuungspauschale und einen Hausnotruf dazu buchen. Der Wohlfahrtsverband bietet auch seine ambulanten Pflegedienste an.

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