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Veronika Richter und ihre Tochter Rommy zeigen die enge Ausfahrt, die fast ständig zugeparkt wird.

Anwohnerin ist sauer

Immer wieder ist die Ausfahrt zugeparkt

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MARL - Autos parken regelmäßig die Ausfahrt von Veronika Richter auf dem Lipper Weg 119 zu. Sie macht das nicht mehr mit und will Hilfe von der Stadt. Denn ein Familienmitglied ist schwer krank und sie muss täglich zu Besuchen ins Krankenhaus.

Das Problem sind die Dauerparker, die das Schild „Ausfahrt freihalten“ und die hellen Steine, die das Parkverbot kennzeichnen, ignorieren. Mehrmals schleppte das Ordnungsamt bereits Wagen ab. Mit Spezialfarbe markierten die Ordnungshüter einen Extra-Abstand zu den benachbarten Parkbuchten. Doch die Farbe ist abgenutzt. Sie versteht nicht, warum die Stadt ihrem Vorschlag nicht folgt, die Farbe nachzumalen oder die Auffahrt abzusenken, damit sie deutlicher erkennbar ist. Das Ordnungsamt sieht aktuell keine weitere Lösung, so Stadtsprecherin Riccarda Ast. Die Verkehrssituation am Lipper Weg sei eindeutig: Jeder muss die Parkbuchten nutzen, niemand darf die Ausfahrt blockieren. Wer es doch tut, muss damit rechnen, abgeschleppt zu werden.

Das Blockieren einer Ausfahrt ahnden Ordnungsamt und Polizei auf jeden Fall als Parkverstoß mit einem Knöllchen. Dann ermitteln sie den Halter. Kommt er nicht zum Auto, gehen Ordnungshüter und Polizisten unterschiedlich vor. Die Polizei klärt vor Ort, ob sie überhaupt einen Wagen abschleppen oder versetzen lässt. Polizeisprecher Michael Franz: „Auch wenn es ärgerlich ist, dass jemand das eigene Grundstück blockiert – zuerst wird die Polizei das mildeste Mittel wählen.“

Wenn Hausbesitzer oder Mieter schneller mit dem Taxi in der Klinik oder am Arbeitsplatz sind, sei ihnen dies zuzumuten. Sie bekommen dann die Personalien des Halters, damit sie sich die Taxikosten zurückholen können. Wird im Notfall tatsächlich abgeschleppt, müssen diejenigen, die den Falschparker anzeigen, Vorkasse leisten und versuchen, die Abschleppkosten zurückzubekommen, erklärt der Polizeisprecher. Das Ordnungsamt habe hingegen mit dem Abschleppdienst vereinbart, dass er ein Auto erst herausgibt, wenn der Halter die Abschleppkosten bezahlt. Das erklärt Riccarda Ast auf Nachfrage. So müsse niemand Vorkasse leisten. Die Richters wollen, dass es erst gar nicht dazu kommt und die Stadt auf das Parkverbot deutlicher hinweist. Jetzt wenden sie sich an den Bürgermeister. Ihr Sprechstunden-Termin sei im Dezember.

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