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Ein Verkaufsnachmittag: Die Marler Tafel gibt Lebensmittel preisgünstig an Bedürftige weiter.

Arbeit an der Grenze

Marler Tafel sucht dringend Helfer

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MARL - Die Marler Tafel sucht einmal mehr Freiwillige, die als Fahrer beim Transport von Lebensmittel und an der Ladentheke beim Verkauf helfen. „Sonst ist bald die ganze Tafel gefährdet und wir müssen die Leute wegschicken“, sagt die langjährige Vorsitzende Renate Kampe.

Mit schneller, unbürokratischen Hilfe lindern Tafeln in ganz Deutschland die Folgen von Armut in einer reichen Gesellschaft. Sie holen gespendete Lebensmittel ab und geben sie an Bedürftige weiter. Als eine der größten sozialen Bewegungen ist die Tafel zum Symbol für Solidarität und Mitmenschlichkeit geworden – auch in Marl. Doch die Menschenschlangen am Lipper Weg werden immer größer.

Meist unterstützen ältere Menschen den Verein. „Zwei unserer Helfer sind verstorben, zwei weitere haben sich aus Altersgründen zurückgezogen“, berichtet Renate Kampe. 90 Unterstützer stehen ihr zur Seite, doch das reicht nicht. Die Arbeit wächst, täglich kommen mehr als 100 Familien. Zeitweilig mussten Kunden abgewiesen werden, weil die Aufgaben nicht mehr zu stemmen waren oder es nicht genug Ware gab.

Ehrenamtliche Helfer können sich unter der Rufnummer 20 28 10 melden, info@marler-tafel.de, oder bei Renate Kampe, Tel. 8 11 55. Der Laden am Lipper Weg 71 ist dienstags und freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Wieder sucht der gemeinnützige Verein Fahrer und Helfer, die Lebensmittel abholen und verkaufen. Fahrer und Beifahrer werden vormittags eingesetzt. Sie sind mit dem Bulli unterwegs, holen Lebensmittelspenden aus Supermärkten ab und bringen sie ins Ladenlokal in Drewer. Sie müssen den Führerschein, Klasse 3, besitzen. Gebraucht werden auch Helferinnen und Helfer, die die Ware sortieren, ein- oder ausräumen oder dienstags und freitags am Nachmittag verkaufen. Sie sollten freundlich sein – und rechnen können.

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