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Das ehemalige Kreisgesundheitsamt am Lehmbecker Pfad wird wieder als zentrale Unterkunft des Landes NRW für Flüchtlinge genutzt. Im Januar 2019 soll der Betrieb beginnen.

Betreuer gesucht

Gesundheitsamt wird wieder Flüchtlingsunterkunft

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MARL - Das ehemalige Gesundheitsamt wird wieder eine Unterkunft für Asylbewerber. Anfang 2019 will das Land dort Flüchtlinge aufnehmen. Zurzeit werden Betreuer und Sicherheitskräfte gesucht.

Träger müssen sich dafür erneut bei der Bezirksregierung in Arnsberg bewerben. Die offizielle Ausschreibung gibt es noch nicht.

Seit knapp einem Jahr steht die Zentrale Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge im ehemaligen Kreisgesundheitsamt am Lehmbecker Pfad leer. Im Januar 2019 wird sie wieder geöffnet. Das bestätigte die Bezirksregierung in Münster auf Nachfrage unserer Zeitung. Sie teilt sich die Zuständigkeit für die Landeseinrichtung mit der Bezirksregierung in Arnsberg.

Das ehemalige Kreisgesundheitsamt am Lehmbecker Pfad in Drewer bietet auf 3500 Quadratmetern Platz für 250 Menschen und wurde schon von April 2016 bis Ende Juni 2017 als Landesunterkunft genutzt. Zuvor war die gesamte Immobilie für eine Million Euro bewohnbar gemacht worden. Mit dem Kreis Recklinghausen, dem das Gebäude gehört, besteht ein langfristiger Mietvertrag.

Ein Ankerzentrum?

Im Kreis sei das ehemalige Gesundheitsamt am Lehmbecker Pfad bisher die einzige Landeseinrichtung, die wieder für Flüchtlinge genutzt werden soll, erklärt Ulla Lütkehermölle, Sprecherin der Bezirksregierung. Gerüchte, dass es sich in Marl bereits um eins der von Bundesinnenminister Horst Seehofer angekündigten Ankerzentren für ankommende Flüchtlinge handeln soll, will sie nicht kommentieren. „Dazu kann ich nichts sagen“, erklärt sie. „Aber so weit, dass die Pläne umgesetzt werden können, ist Minister Seehofer noch gar nicht.“

Für die vom Bundesinnenminister angekündigten zentralen Standorte hatten die Länder NRW, Bayern und Hessen als erste Interesse angemeldet. Eine Zusage wollte der NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) bisher für ein solches Asyl- und Abschiebezentrum aber noch nicht geben.

In den Ankerzentren sollen Flüchtlinge nach der Ankunft in Deutschland bleiben, bis sie einen Asylbescheid bekommen haben. Abschiebungen sollen direkt aus diesen Zentren erfolgen.

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