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Aufräumarbeiten am Samstag: Noch immer brennen Strohballen.

Brand am Gladiolenweg

Jetzt ermittelt die Polizei

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  • Ralf Deinl
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MARL - Die Feuerwehr ließ beim Brand an der Gladiolenstraße einen Bagger kommen, um alle Strohlager und Glutnester löschen zu können. Nun ermittelt die Kriminalpolizei am Brandort. Der Verdacht auf schwere Brandstiftung steht im Raum.

Am Freitagabend mussten die Marler Feuerwehren zu dem Bauernhof an der Gladiolenstraße in Drewer in Drewer ausrücken. Das Hofgebäude brannte fast komplett nieder.

Rund 20 Stunden hatten die Einsatzkräfte der Marler Feuerwehren alle Hände voll zu tun, um den Brand zu löschen. Die Ruinen des Gebäudes mussten mit einem Bagger niedergerissen werden, damit die auch letzten Glutnester beseitigt werden konnten. "Das meiste war ohnehin schon beim Feuer zusammengestürzt", so einer der Feuerwehrmänner vor Ort. Gegen 7 Uhr am Samstagmorgen hatten frische Einsatzkräfte der Hauptwache sowie der Löschzüge Sinsen und Lenkerbeck ihre Kollegen vor Ort abgelöst. In dem teilweise eingestürzten Hof gab es verschiedene Brandnester, vor allem verursacht durch brennende Strohlager.

Erst am Samstagnachtmittag konnten die Feuerwehren ihren Einsatz beenden. Die Sperrung der Sickingmühler Straße/Dümmer Weg wurde aufgehoben, nachdem die Feuerwehr eine zum Brandort verlegte drei Kilometer lange Schlauchleitung nach und nach zurückgebaut hatte. Einer von zwei Schlauchwagen war in der Nacht komplett "leer" gefahren worden.

Aufräumarbeiten stehen an

In der kommenden Woche steht nun erst einmal viel Arbeit für die Feuerwehr an: Gerät muss gesäubert werden, Einsatzmaterial wird wieder für die kommenden Einsätze gereinigt und geprüft. Schließlich war der Brand an der Gladiolenstraße neben dem schlimmen Unfall mit drei Toten und dem Feuer im Chemiepark der dritte große Einsatz innerhalb von sieben Tagen.

Personen oder Tiere sind bei dem Feuer glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen, der einzige Bewohner des Hofes konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ihm wurde von der Stadt eine Notunterkunft bereitgestellt.

Zu Beginn des Einsatzes herrschte erhöhte Explosionsgefahr, weil mehrere Acetylen- und Sauerstoffflaschen in dem brennenden Gebäude lagerten. Nach rund einer Stunde konnten die Einsatzkräfte die Gasflaschen aktiv kühlen - die Explosionsgefahr war damit gebannt, wie Einsatzleiter Michael Dolega auf Nachfrage vor Ort bestätigte. Da umstehende Bäume ebenfalls Feuer gefangen hatten, musste die Feuerwehr auch ein Übergreifen auf umstehende Gebäude verhindern.

60 Einsatzkräfte

Ein Strohlager fing ebenfalls Feuer, es musste während der Nacht kontrolliert abbrennen. Außerdem wurde noch ein weiterer Gebäudeteil des Hofes gelöscht, der nicht betreten werden konnte. Die Feuerwehr Marl rückte mit 60 Einsatzkräften, acht Fahrzeugen und den Löschzügen der Hauptwache, aus Alt-Marl, Hamm und Polsum aus. Der Löschzug Sinsen stellte während des Einsatzes in der Hauptwache den Grundschutz für Marl sicher. Über drei Kilometer Schlauch wurden verlegt, um mehrere Wasserwerfer auf den Fahrzeugdächern und am Boden einzusetzen. Für Anwohner bestand weder durch den Brand noch durch aufsteigenden Rauch Gefahr. Das wurde nach Angaben von Bürgermeister Werner Arndt durch Schadstoffmessungen bestätigt. In sozialen Netzwerken rufen Marler mittlerweile zu Spenden für den Hofbesitzer auf, dem die Stadt eine Notunterkunft angeboten hat.

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