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Vor dem Einzug der Flüchtlinge am Lehmbecker Pfad:

Informationsabend über die Landeseinrichtung lässt viele Fragen offen

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MARL - In der kommenden Woche werden die ersten Bewohner erwartet. Wer kommt in die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE)? Wie leben die Menschen im ehemaligen Gesundheitsamt? Wie können Ehrenamtliche helfen? Und wer ist als Ansprechpartner vor Ort? Nachbarn, Marler Flüchtlingshelfer, Lokalpolitiker und Vertreter von Verbänden waren in die insel-VHS gekommen, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.

Nicht alle gingen danach zufrieden nach Hause. Zentrale Unterbringungseinrichtungen sind nicht unumstritten. Menschen, die hier zugewiesen werden, warten auf die Entscheidung ihres Asylverfahrens. Viele haben keine Perspektive, in Deutschland bleiben zu dürfen. Andere werden von der ZUE aus einer Stadt zugewiesen, in der sie dann leben. Durchschnittlich sollen die Familien hier nicht länger als vier Monate bleiben, erläuterte Christiane Wienströer, Dezernentin der Bezirksregierung Münster, die zwar für die Einrichtung zuständig ist, aber nicht für die Zuweisung der Flüchtlinge. Das übernimmt die Bezirksregierung Arnsberg. Die Dezernentin stellte aber klar, dass die Einrichtung nicht wie angekündigt nur besonders Schutzbedürftige, sogenannten vulnerablen Personen gewidmet. Flüchtlingshelfer, unter anderem Brigitte Parbadnik und Dr. Marion Lillig hatten gefordert, dass die Betreuung von geflüchteten Frauen durch weibliches Personal erfolgen müsse. Auf dem Podium standen neben Bezirksregierung, Betreiber European Home Care und dem Sicherheitsunternehmen Kötter auch Marls Sozialdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe Rede und Sozialamtsleiter Peter Knüwer Rede und Antwort.

Tag der offenen Tür

Matthias Dreisbach wohnt gleich gegenüber dem ehemaligen Gesundheitsamt und wollte vor allem eines wissen: „An wen können sich Nachbarn wenden, wenn es Fragen oder Probleme gibt?“ Auch aus Sicht von Manfred Marzentowicz kam die Information für Nachbarn an diesem Abend deutlich zur kurz. Gelegenheit, das nachzuholen soll der Tag der offenen Tür am 15. Mai bieten, zu dem Christiane Wienströer ausdrücklich einlud. Und Matthias Dreisbach hatte am Ende des Abends wenigstens die Telefonnummer eines Ansprechpartners in der Tasche. Er hofft auf gute Nachbarschaft und denkt an die Bewohner: „Für die Leute ist das sicher auch keine schöne Situation“, sagt er.

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