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Ein Verkaufsnachmittag bei der Marler Tafel.

107 Familien kommen an einem Tag

Marler Tafel sucht Helfer und Fahrer

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MARL - Vor der Marler Tafel werden die Menschenschlangen immer größer. Wieder sucht der gemeinnützige Verein Fahrer und Helfer, die Lebensmittel abholen und verkaufen.

Die Marler Tafel hat es sich zur Aufgabe gemacht, gespendete Lebensmittel abzuholen und an Bedürftige weiterzugeben. Um die 90 Unterstützer übernehmen diese Aufgaben. „Aber die Arbeit wird immer mehr“, berichtet die Vorsitzende Renate Kampe. „Allein an einem Tag kommen 107 Familien zu uns.“ Kunden, die sich neu anmelden, mussten bereits zurückgewiesen werden – was den Helfern schwer falle. „Aber wir können nicht mehr als arbeiten“, begründet Renate Kampe den zeitweiligen Aufnahmestopp.

Wie berichtet, gab es auch vor einem Jahr einen solchen Aufnahmestopp, weil die Tafel nicht genug Ware hatte. Damals wurde alleinstehende Männer nicht neu zugelassen, nur noch Familien mit Kindern. Der Aufnahmestopp traf vor allem Ausländer, was für Schlagzeilen und Verwirrung sorgte. Aber auch deutsche Männer wurden abgewiesen.

An die Grenzen gekommen

Ehrenamtliche, die helfen wollen, können sich unter der Rufnummer 20 28 10 melden, info@marler-tafel.de Der Laden am Lipper Weg 71 ist dienstags und freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Ihr Einsatz bringt die Helfer an ihre Grenzen. Drei Mitarbeiter haben jetzt aufgehört. Nun sucht der Verein dringend Fahrer und Beifahrer, die vormittags mit dem Bulli Lebensmittelspenden aus Supermärkten abholen und ins Ladenlokal am Lipper Weg bringen. Sie müssen den Führerschein, Klasse 3, besitzen. Gebraucht werden auch Helferinnen und Helfer, die diese Ware sortieren, ein- oder ausräumen oder dienstags und freitags am Nachmittag verkaufen. Sie sollten freundlich sein – und rechnen können.

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