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Im ehemaligen Kreisgesundheitsamt am Lehmbecker Pfad werden ab Mitte des Monats wieder Flüchtlinge untergebracht. Vorher werden die Bürgerinnen und Bürger informiert.

Heute informiert die Bezirksregierung

Am Lehmbecker Pfad ziehen wieder Flüchtlinge ein

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MARL - In das ehemalige Kreisgesundheitsamt am Lehmbecker Pfad werden ab Mitte Mai wieder Flüchtlinge einziehen. Besonders Schutzbedürftige sollen dort betreut werden. Vorher lädt die Stadt zum Info-Abend ein. Bürgerinnen und Bürger können Fragen stellen.

Neben dem Betreiber European Homecare ist auch der Arbeiter-Samariter-Bund vor Ort. Er wird in der Unterkunft (ZUE) die unabhängige Asylverfahrensberatungsstelle übernehmen. Dafür hat der ASB eine Vollzeitstelle eingerichtet.

Das ehemalige Gesundheitsamt gehört mit 250 Plätzen zu den kleineren zentralen Unterbringungseinrichtungen im Land. Hier sollen besonders schutzbedürftige Menschen unterkommen, alleinstehende Frauen und Mütter mit Kindern zum Beispiel.

Das große Gebäude des früheren Gesundheitsamts bietet auf 3500 Quadratmetern Platz für maximal 250 Menschen und wurde schon von April 2016 bis Ende Juni 2017 als Landesunterkunft genutzt, bis der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland zurückging. Jetzt kann das Haus nach kleineren Reparaturen wieder ans Netz gehen. Bis Ende nächster Woche sollen dort alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Aufnahmequote erfüllt

Wie viele Flüchtlinge eine Stadt insgesamt unterbringen muss, wird unter anderem nach Größe und Bevölkerungszahl berechnet. Aktuell hat die Stadt Marl ihre Aufnahmequote zu 94 Prozent (Stand 28. April) erfüllt. Beim Betrieb der Landeseinrichtung werden nach dem Flüchtlingsgesetz die vorgehaltenen Plätze von der berechneten Aufnahmeverpflichtung abgezogen.

Info-Abend

Die Stadt Marl und die Bezirksregierung Münster laden Marler Bürgerinnen und Bürger am Dienstag, 7. Mai, 16.30 bis 18 Uhr, zu einem Informationsabend über die Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes ein. Sozialdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe und Christiane Wienströer, Hauptdezernentin für die Unterbringung von Flüchtlingen bei der Bezirksregierung in Münster, wollen Fragen beantworten. Eingeladen sind auch Vertreter des Sicherheitsdienstes sowie des Betreuungsdienstes European Home Care. Die Info-Veranstaltung findet am Dienstag, 7. Mai, von 16.30 bis 18 Uhr, in der insel-VHS, Wiesenstraße 22, statt.

Die Kosten für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge in der Zentralen Landeseinrichtung werden über die Bezirksregierung vom Land übernommen.

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