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Klaus Lechtenböhmer (Bauausschuss), Alfred Fasel (Bauausschuss), Michael Gassner (Verwaltungsreferent der Gemeinde Heilige-Edith-Stein) und Andreas Steinberg (Verwaltungsausschuss) (v.l.) schauen sich den großen Saal im neuen Gemeindezentrum an.

Neubau in St. Josef

Zentrum öffnet seine Türen

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MARL - Heute weiht die Gemeinde St. Josef das neue Gemeindezentrum in Drewer ein. Knapp ein Jahr dauerten die Bauarbeiten. Es soll ein Ort der Begegnung werden.

Das frisch verlegte Parkett im großen Saal verströmt den Duft von frischem Holz, der weiße Putz an den Wänden ist gerade erst trocken und jede Menge Tageslicht fällt in das neue Gemeindezentrum St. Josef durch die Fensterfassaden in alle Räumen. Andreas Steinberg (Verwaltungsausschuss) und Michael Gassner (Verwaltungsreferent der Pfarrei Heilige-Edith-Stein) blicken sich in dem nagelneuen Gebäude um, das energetisch auf dem neuesten Stand ist.

Beide sind glücklich, obwohl es kurz vor der heutigen Eröffnung noch einmal sportlich wurde. „Ich bin erleichtert. Zum Schluss hat sich doch einiges geknubbelt. Tische und Stühle kommen auf den letzten Drücker“, sagt Steinberg, während ein Maler den Zugang zur Kirche verputzt und vor dem Gemeindezentrum Arbeiter mit einem Rüttler den Boden unter den neuen Pflastersteinen verdichten. „Wir haben das intern diskutiert, ob wir die Kirche direkt mit dem Gemeindezentrum verbinden. Der Architekt hat uns von der Idee überzeugen können“, sagt Andreas Steinberg. Darüber ist er froh. Jetzt ist es möglich, nach Gottesdiensten geschützt in den Neubau zu gelangen. „Wir wollen ein offenes Haus haben und Transparenz.“

Blick auf die Umgebung dank der Fensterfronten

Aus diesem Grund besteht die Fassade aus bodentiefen Fenstern. „Da muss mindestens zwei Mal im Jahr ein Fensterputzer kommen“, sagt Steinberg mit einem Schmunzeln. Egal, wohin der Blick geht, die unmittelbare Umgebung und das Leben draußen ist zu sehen. „Andersherum können die Leute auch hineinschauen.“ Kein Jahr hat der Bau gedauert, worauf Andreas Steinberg und Michael Gassner stolz sind: „Das ging zügig. Ostern 2017 haben wir noch in der alten Pfarrei gefeiert. In diesem Jahr feiern wir das Fest schon im neuen Gemeindezentrum“, sagt Gassner. Rund 450 m² ist das Gebäude groß und damit knapp die Hälfte kleiner als sein Vorgänger. „860 m² waren zu groß und wären auf Dauer nicht finanzierbar gewesen. Der Kirchenvorstand entschied sich deshalb für den Neubau“, sagt Andreas Steinberg.

Eine siebenstellige Summe ist in das Gemeindezentrum geflossen. 80 Prozent hat das Bistum Münster als Zuschuss übernommen, 20 Prozent die Pfarrei Heilige-Edith-Stein. „Die Summe konnten wir durch den Verkauf eines Teilgrundstücks von 2500 m² an Haus Hall aufbringen.“ Die Stiftung aus dem münsterländischen Gescher will in direkter Nachbarschaft ein Wohnheim für behinderte Menschen hochziehen. „Uns war wichtig, dass nicht irgendein Investor da baut, sondern einer aus der Wohlfahrtspflege“, sagt Steinberg. Was dem neuen Gemeindezentrum von St. Josef jetzt noch fehlt, ist der Segen. Den erteilt Marls Dechant Heiner Innig heute. Im Anschluss feiern er und die Gäste die Fertigstellung. „Wir haben die Hoffnung, dass sich das Gebäude nun mit Leben füllt und Lust macht, sich hier aufzuhalten“, sagt Steinberg.

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