Emotionale Abstimmung

Rat stimmt für Rathaussanierung

  • schließen
  • Sascha Kappel
    schließen

MARL - Der Rat hat gerade die Sanierung des Rathauses beschlossen. Der Abstimmung ging eine zum Teil sehr emotional geführte Diskussion voraus. Die Entscheidung fiel mit der Mehrheit von SPD, CDU, Wählergemeinschaft Die Grünen und der Fraktion Die Linke. Seitens der CDU gab es zwei Gegenstimmen und eine Enthaltung.

Die Ratspolitiker mussten über eine Bausumme von 70,25 Millionen Euro entscheiden. 10,24 Millionen Euro aus dem Städtebauförderungsprogramm des Landes könnten dabei für Entlastung des Stadtsäckels sorgen. Der Förderantrag liegt bereits vor, allerdings wolle das Land auch durch einen Ratsbeschluss unterfüttert sehen, dass dieses Bauvorhaben in der Stadt gewollt sei, so Bürgermeister Werner Arndt. Die Frist dafür läuft am kommenden Montag, 1. Oktober, ab. Der Bürgermeister zeigt sich nach der Abstimmung erleichtert: "Ich bin froh, dass es eine breite politische Mehrheit von vier Fraktionen für die Sanierung gibt. Es geht um ein riesiges Kostenvolumen. Das war für die Fraktionen ein schwieriger Prozess. Aber alle anderen Lösungen wären nicht wirtschaftlich." In der teilweise hitzig geführten Debatte zur Rathaussanierung wurde von der Fritz Dechert (Bürgerliste "Wir für Marl") und Borsu Alinaghi (UBP) nochmals der Abriss des alten und der Bau eines neuen Rathauses gefordert. Die Mehrheit des Rates blieb trotz der Kostensteigerung von den 2015 veranschlagten knapp 40 Millionen Euro auf 70,25 Millionen bei ihrem Beschluss, das Rathaus zu sanieren. Der Bau auch ein Neubau nochmals zur Diskussion gestellt Die Sanierung soll in drei Bauabschnitten erfolgen. Für die Fraktion bum/FDP hatte Robert Heinze gefordert, zunächst nur über den ersten Bauabschnitt und damit über die 49,3 Millionen Euro teure Sanierung der beiden Rathaustürme und des Zentralgebäudes abzustimmen. Das lehnte die Mehrheit der Ratsmitglieder ab. Dem Ratsbeschluss wurde in Absprache von CDU und SPD als fünfter Punkt hinzugefügt, dass eine kontinuierliche Überprüfung der Kosten erfolgen soll, mit dem Ziel, doch noch eine deutliche Kostenreduzierung zu erreichen. Dass in einzelnen Gewerken noch Einsparungen möglich sind, haben auch die Planer des Architekturbüros HPP bereits eingeräumt.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Westerholter Sommerfest: Enttäuschung zum kleinen Jubiläum
Westerholter Sommerfest: Enttäuschung zum kleinen Jubiläum
Tritte und Schläge auf der Bergstraße: Blutendes Opfer kommt ins Krankenhaus
Tritte und Schläge auf der Bergstraße: Blutendes Opfer kommt ins Krankenhaus
Rollstuhlfahrer rastet vor Polizeiwache aus - plötzlich zieht er ein Messer
Rollstuhlfahrer rastet vor Polizeiwache aus - plötzlich zieht er ein Messer
Am Montag startet die Baustelle in Marl-Brassert: Worauf sich Autofahrer einstellen müssen
Am Montag startet die Baustelle in Marl-Brassert: Worauf sich Autofahrer einstellen müssen
Hertens Bürgermeister Toplak kommentiert die Gegenkandidatur seines langjährigen Bekannten
Hertens Bürgermeister Toplak kommentiert die Gegenkandidatur seines langjährigen Bekannten

Kommentare