Ein Regal mit Lebensmittel-Boxen, ein sogenannter Fairtailer, ist an zwei Orten in der Stadt Marl aufegestellt.
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So sieht ein Fairteiler aus, der am Jugendkulturzentrum Hagenbusch und in Hüls an der Martin-Luther-King-Schule aufgestellt ist.

Lebensmittel werden verteilt

Marler Tafel bleibt geschlossen - diese Initiative hilft in dieser Woche aus

  • vonJulia Grunschel
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Weil die Marler Tafel in dieser Woche geschlossen bleibt, will das Team der Foodsharing-Initiative Marl einspringen und wie im ersten Lockdown Marler mit Lebensmitteln versorgen, die sonst über die Tafel verteilt werden.

  • Witterungsbedingt bleibt die Marler Tafel vorerst geschlossen
  • Foodsharing-Initiative Marl springt ein
  • Dritter Standort eines Fairtailers gesucht

„Wir stehen gerade in Kontakt mit Betrieben, ob wir die Lebensmittel abholen können. Die Zusage von zwei Rewe-Märkten für Freitag haben wir schon“, sagt Foodsharing-Initiatorin Maresa Kallmeier. Gemeinsam mit Mitbegründerin Michelle Selina Ruiz Eiró und Ehrenamtlichen kümmert sie sich um die beiden Fairteiler am Jugendkulturzentrum Hagenbusch und in Hüls an der Martin-Luther-King-Schule.

Nachdem die beiden Fairteiler am Wochenende (6./7. Februar) wegen der Wetterwarnungen durch die Nina-Warn-App nicht bestückt wurden, haben die Ehrenamtlichen bereits am Montag ihre Arbeit wieder aufgenommen. „Auch am Dienstag gab es Nachschub“, erzählt Maresa Kallmeier. Über die eigene Facebook-Seite werden Marler informiert, wann die Regale der Unterstände aufgefüllt sind. „Wir kündigen das bewusst nicht vorher an, damit es keine Ansammlungen von Menschen gibt“, erklärt Maresa Kallmeier.

Das Helferteam wächst

In den letzten Monaten ist das Team angewachsen. 44 Marler haben sich im letzten Jahr engagiert, rund 25 waren im letzten Monat im Einsatz. „Wir haben wirklich viel Hilfe bekommen, können aber jeden Interessierten gebrauchen“, wirbt Maresa Kallmeier. Denn bei den zwei Fairteilern soll es nicht bleiben. Die Lebensmittelretter (Foodsaver) wollen gerne noch einen dritten Fairteiler eröffnen. „Das könnte an einem neuen Standort geschehen. Oder wir bauen den Standort am Hagenbusch noch aus. Da wäre Platz für einen zweiten Fairteiler“, so Maresa Kallmeier.

Rund 1000 Euro koste die Anschaffung eines entsprechenden Schrank-Unterstands mit Beleuchtung. „Wer uns dabei unterstützen möchte, könnte uns für den dritten Unterstand eine Spende über unseren Kooperationspartner Die Falken zukommen lassen“, sagt Maresa Kallmeier.

Hilfe kommt an

Dass die Hilfe ankommt, sehen die Foodsharing-Aktiven jeden Tag: „Immer wenn ich an einem der beiden Fairteiler bin, treffe ich eigentlich auch ein paar Menschen, die sich Lebensmittel holen“, erzählt Maresa Kallmeier. Das beste Indiz aber: die Regale werden geleert.

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