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Bei Saria gab es einen Großeinsatz.

Kreis gibt Entwarnung

Bei Saria ist flüssiger Dünger in den Rennbach gelaufen 

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Beim Entsorgungsunternehmen Saria in Marl-Frentrop hat es einen Großeinsatz von Feuerwehr und Kreis Recklinghausen gegegeben. Anwohner wollen jetzt wissen, warum.

Mit Pumpen und Wasserschläuchen war die Feuerwehr - wie erst heute bekannt wurde - bereits am Freitagnachmittag auf dem Gelände der zum Unternehmen Saria gehörigen Firma ReFood im Einsatz. 

Bei der alle acht bis zehn Jahre fälligen Revision eines Fermenters war Gärflüssigkeit ausgetreten, über das Fimengelände und in den Rennbach geflossen. Am Montag wurde bei der Nachkontrolle durch die untere Wasserbehörde des Kreises Recklinghausen Entwarnung gegeben. „Der Rennbach ist sauber“, so Kreissprecher Jochem Manz auf Nachfrage. 

Fermenter war nicht ganz leer gepumpt

Bei der ausgetretenen Flüssigkeit handelt es sich nach Angaben von Saria-Sprecher Marcel Derichs um Dünger für die Landwirtschaft, der bei der Gärung von Lebensmittelresten aus der Gastronomie entsteht. Der flüssige Dünger wird auf dem Gelände des Saria-Unternehmens in Fermentern mit einem Durchmesser von 16 Metern und einer Höhe von zehn Metern gelagert. Für die Revision müssen die Fermenter leer gepumpt werden. 

Techniker stieg durch Mannloch ein

Durch ein sogenanntes Mannloch steigen dann die Techniker in den Behälter. „Die Pumpen zeigten an, dass der Behälter leer sei“, erklärt Saria-Unternehmenssprecher Marcel Derichs. Doch beim Öffnen des Mannlochs lief Flüssigkeit heraus. Erst nach 15 bis 20 Minuten gelang es, das Mannloch zu verschließen. „Ein Schieber hat nicht funktioniert“, so Kreissprecher Jochem Manz Weil der flüssige Dünger zum Teil auch in den Rennbach geflossen war, wurdenzwei Sperren in den Bach gebaut.

In Marl wurden 14 Lkw-Ladungen abgepumpt

Insgesamt 90 Kubikmeter Flüssigkeit (Wasser und Düngerkonzentrat) wurden aus dem Bach gesaugt –insgesamt 14 Lkw-Ladungen. Die Flüssigkeit wurde auf Felder aufgebracht. Gestern waren Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde erneut auf dem Saria-Gelände. Danach gab Kreissprecher Jochem Manz Entwarnung. „Das Unternehmen hat schnell und gut reagiert. 

Ratsfraktionen laufen Sturm

Jetzt soll ein Konzept erstellt werden, das hilft, solche Vorfälle zu verhindern.“ Die Ratsfraktionen WIR, SPD und CDU haben unterdessen Anfragen für die Ratssitzung am Donnerstag gestellt. „Ständig neue Probleme bei Saria“, kritisiert Fritz Dechert (WIR). Seine Fraktion will genauer über die Ursachen informiert werden.

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