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Zu Ostern herrscht bei Andreas Vortmann besonders viel Betrieb: Diese Maschine sortiert die Eier nach Größe und Gewicht, weil Supermärkte nach diesen Faktoren ihre Bestellungen aufgeben

Der Hof Vortmann

Zu Besuch beim Eiermann

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MARL - Um die 100.000 Eier verkauft Landwirt Andreas Vortmann während der kurzen Osterzeit. Normalerweise setzt er sonst pro Woche um die 36.000 Stück ab.

Immer wieder rufen Kunden auf dem Handy von Landwirt Andreas Vortmann (50) an, um neue Bestellungen aufzugeben. Er bleibt sehr entspannt. Von Hektik ist nichts zu sehen oder zu spüren. Aber er gibt zu: „Wenn einer zum ersten Mal zu Ostern Eier an den Einzelhandel verkauft, dreht er bei der Menge am Rad.“ Dabei verkauft Vortmann, dessen Hof sich kurz hinter Frentrop befindet, jetzt nicht mal die meisten Eier, sondern in der Weihnachtszeit. Der Unterschied ist: Das Weihnachtsgeschäft läuft über einen längeren Zeitraum. Zu Ostern konzentriert sich alles auf die Karwoche. Ab sechs Uhr morgens telefoniert der Landwirt mit seinen Kunden, um die Tagesbestellungen entgegen zu nehmen. „Wir verkaufen unsere Eier direkt an unsere Kunden, ohne den Großhandel als Absatzmittler dazwischen“, sagt Andreas Vortmann,

Den Großteil der Arbeit erledigen er, seine Frau und seine beiden Söhne bereits nach den frühmorgendlichen Bestellungen: „Während des Frühstücks erstellen wir eine Liste mit Aufgaben, die wir erledigen müssen. Bis 10 Uhr sortieren wir dann die Eier. Danach liefern wir aus.“ Während die Söhne die Kunden mit der Ware ansteuern, ist es auf dem Hof ruhig. Nur leises Gegacker aus einem Gebäude unterbricht die Idylle. Als Andreas Vortmann die Tür zur Eier-Sortiermaschine öffnet, nimmt die Lautstärke zu. Während die Maschine stillsteht, sind 1400 Hühner einen Raum weiter richtig umtriebig. Insgesamt besitzt Andreas Vortmann 5600 Hühner, die in Bodenhaltung leben. Sie laufen umher, gackern oder sitzen in abgedunkelten Legenestern. Ein Förderband transportiert ihre Eier zur Maschine, die sie nach Größe und Gewicht sortiert. „Ein weißes Huhn legt weiße Eier, ein braunes Huhn braune Eier“, sagt der Landwirt.

Damit sie zu Ostern in Rot, Grün, Blau und Gelb erstrahlen, bringt er sie in zu einer Firma im münsterländischen Borken-Marbeck. „In einem Wasserbad werden sie bei 93 Grad gekocht und durch eine Farbwanne gezogen. Beim Trocknen entsteht die Marmorierung“, sagt Andreas Vortmann. Geschmacklich macht es keinen Unterschied, ob ein Ei vor dem Färben braun oder weiß ist. Aber Andreas Vortmann weiß: „Bei weißen Eiern kommt die Farbe besser zur Geltung als bei braunen.“ ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Liebe Leserinnen und Leser, unter diesem Artikel finden Sie ausnahmsweise keine Kommentarfunktion. Zu diesem Schritt haben wir uns entschlossen, weil viele Beiträge mit beleidigendem oder sogar strafrechtlich relevantem Inhalt eingegangen sind. Eine sinnvolle Moderation dieser Foren ist kaum noch möglich, zumal es in vielen Beiträgen gar nicht mehr um sachliche Argumente, sondern vielmehr um persönliche Diffamierungen geht. Unter anderen Artikeln finden Sie natürlich weiterhin die Möglichkeit, Ihre Meinung zu dem jeweiligen Thema zu äußern. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

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