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Diese spektakuläre Lichtinstallation war der Auftakt. Auf dem 90 Hektar großen Gelände des Bergwerks Auguste Victoria 3/7 sollen sich vor allem Logistikbetriebe ansiedeln. Damit gebaut werden kann, müssen erst Umweltbedenken ausgeräumt werden.

Hoffnung auf 1000 Arbeitsplätze bleibt

Industriepark gate.ruhr wird teurer für Marl

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MARL - Die Rathaussanierung wird bereits teurer als ursprünglich geplant. Auch für den Industriepark gate.ruhr muss die Stadt zusammen mit der RAG Montan Immobilien mehr Geld aufbringen: In der ersten Planungsphase für die nächsten drei Jahre sind es 7,5 Millionen Euro.

An ihrem Ziel, mit dem Industriepark gate.ruhr 1000 Arbeitsplätze nach Marl zu holen, hält die Stadt fest: „Das Interesse am Standort ist gewachsen. Die großen Industrie-Investoren reden jetzt mit uns“, verriet Wirtschaftsförderer Dr. Manfred Gehrke dem Stadtplanungsausschuss. Doch die Finanzierung des Großprojekts wird schwieriger als gedacht. Allein die erste Planungs- und Realisierungsphase wird rund 20 Millionen Euro kosten. Weil sich die Förderrichtlinien geändert haben, können dafür jetzt nur noch maximal 12,5 Millionen Euro von Bund und Land bewilligt werden. Vor allem die Entwässerung des Geländes müssen die Stadt und ihr Projektpartner RAG Montan Immobilien selbst finanzieren.

Damit Marl im Wettbewerb um Fördermittel nicht zu spät kommt, soll Ende März 2019 die Projektgesellschaft gegründet werden. Gesellschafter werden beide Projektpartner sein, die Stadt soll die Mehrheit haben. Von 90 Hektar Gesamtfläche stehen netto gut 45 Hektar als Gewerbe- und Industriefläche zur Verfügung. Wie berichtet, scheidet die Halde als Baufläche aus. Weil Wasser hineingelaufen war, ist der Untergrund wabbelig. So bleiben für die Industrieansiedlungen zehn Hektar weniger als zunächst erhofft. Im ersten Planungs- und Realisierungsschritt (2019 bis 2021) will die Stadt Industrieflächen auf dem Gelände des Kraftwerks und der Kohlenmischhalle baureif machen. Sobald die Zuschüsse bewilligt worden sind, will die Stadt loslegen – voraussichtlich noch im Frühjahr 2019.

Ein Standortvorteil bleibt die gute Anbindung über Kanal und Hafen, die Bahnlinie und der Autobahnanschluss. „Es gibt eine starke Nachfrage international tätiger innovativer Unternehmen“, sagt Baudezernentin Andrea Baudek. Durch die angestrebten 1000 Arbeitsplätze werde die Kaufkraft in Marl um vier Prozent gesteigert. Die Anlieger sollen durch einen neuen Autobahnanschluss im Nordosten entlastet werden. „Wir führen darüber ständig Gespräche mit dem Land und dem Verkehrsministerium“, sagte Bürgermeister Werner Arndt im Planungsausschuss. „Wenn alle mitspielen“, könnte die neue Abfahrt in fünf bis sieben Jahren kommen.

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