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Der Bergbau geht, gate.ruhr kommt. Solche Bilder vom Zechengelände AV 3/7 sind Geschichte.

Industriegebiet im Wandel

Erschließung des Zechengeländes beginnt mit Baumfällungen

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MARL - Die Stadtverwaltung kündigt an, auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Auguste Victoria 3/7 im westlichen Bereich der Halde erste Arbeiten durchzuführen.

„Mit der Rodung von Teilflächen werden Lichtungen geschaffen, die streng geschützten Vogelarten geeignete Lebensräume bieten, in diesem Fall den sogenannten Offenlandarten“, so die offizielle Mitteilung der Stadt. Diese Arbeiten müssen bis zum Beginn der Brutzeit am 1. März erledigt sein. Seit Ende 2017 steht fest, dass die Halde nicht wie ursprünglich geplant umgeklappt werden kann, um weitere Flächen für Industrieansiedlungen zu ermöglichen. In der Machbarkeitsstudie für gate.ruhr ist sie nun als natürlicher Sicht- und Lärmschutz beschrieben. Auf der 5,2 Hektar großen Fläche sollen sich in Gebüschen Neuntöter, Schwarzkehlchen, Wiesenpieper und Gartenrotschwanz ansiedeln. Diese Arten bevorzugen offene Lebensräume.

Einstimmig hat der Stadtplanungsausschuss in der vergangenen Woche grünes Licht für die erste Erschließungsphase zum Industrie- und Gewerbepark gate.ruhr gegeben. Alle Fraktionen wollen, dass gate.ruhr kommt. Dass die Verkehrsanbindung über die Carl-Duisberg-Straße erfolgt, bis der neue Autobahnanschluss mit Anfahrt über die Hülsbergstraße fertiggestellt sein wird, gibt allerdings weiter Anlass zur Kritik.

Verkehrsbelastung für Anwohner

„Was kommt da auf die Anwohner zu?“, fragte Paul Wagner, sachkundiger Bürger für die Wählergemeinschaft die Grünen. „Nach voller Inbetriebnahme von gate.ruhr sollen dort bis zu 12.230 Fahrzeuge in 24 Stunden fahren“, so Siegfried Schönfeld (Bürgerliste WIR). Der städtische Wirtschaftsförderer Dr. Manfred Gehrke verweist darauf, dass diese Berechnungen das Belastungsszenario für den schlimmsten Fall und für den vollen Betrieb des Industrieparks aufzeigen. „Jetzt geht es erst einmal nur um Phase 1 der Erschließung – die ehemalige Kraftwerksfläche“, erklärt er.

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