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So stellen sich die Projektplaner den fertigen Industriepark gate.ruhr vor – eine Animation aus der Dokumentation zur Machbarkeitsstudie.

Politiker ebnen den Weg

Autobahnanschluss wird nicht vor 2025 fertig

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MARL - Mit dem Auftrag zur Erschließung des Geländes und zur Gründung einer Projektgesellschaft hat der Rat jetzt endgültig den Industrie- und Gewerbepark gate.ruhr auf den Weg gebracht.

Gate.ruhr soll Marl nach dem Ende des Bergbaus 1000 neue Arbeitsplätze bringen – auf dem Gelände der vor drei Jahren still gelegten Zeche Auguste Victoria 3/7. Die Politiker beschlossen fast einstimmig. Beim Thema Erschließung enthielt sich Michael Sandkühler (Bündnisgrüne). Überraschend kam es zu einer Grundsatzdebatte über die Verkehrsbelastung. „Der Verkehr auf der Carl-Duisberg-Straße wird sich verdoppeln“, warnt Fritz Dechert (Wir für Marl). Er sagt Proteste auch von Bürgern aus Haltern-Lippramsdorf voraus: „Wir werden noch großen Ärger bekommen.“ Transportfahrzeuge aus Richtung Norden könnten gate.ruhr über die Lippramsdorfer Straße ansteuern. Trotzdem stimmte auch Dechert gate.ruhr zu.

Bürgermeister Werner Arndt und Robert Heinze (FDP) betonten, dass der Verkehr Prognosen zufolge nicht stärker werde als zur Zeit des Bergbaus. „Für unsere Jugend wünsche ich mir, dass wir nicht nachlassen, Arbeitsplätze in dieser Stadt zu akquirieren“, sagte Heinze. „Wenn wir wirklich 1000 Arbeitsplätze bekommen, sind sie alle Mühen wert.“ Der Bürgermeister erklärte, dass die Stadt die geplante Autobahnanbindung schon früh ins Auge gefasst habe. Geplant sei sie aber erst für 2025. Es dauere in Deutschland zehn Jahre, einen Autobahnanschluss zu realisieren. „Bis dahin müssen wir den Verkehr intelligent steuern, damit die Belastung gering ist.“ Die Stadt werde Öffentlichkeitsarbeit leisten, Beschwerden der Bürger ernst nehmen.

Entlastung auch für Lenkerbeck und Hüls

Der CDU-Vorsitzende Thomas Terhorst stellte die wirtschaftlichen Chancen von gate.ruhr heraus: „Wir haben ein Filetstück vor uns.“ Stadt und RAG Montan Immobilien wollen gate.ruhr gemeinsam entwickeln. In der Machbarkeitsstudie hatten sie sechs Varianten prüfen lassen. Bei aktuellen Planungen verfolgt die Stadt Variante 6 mit einem Anschluss an die Autobahn 52 auf der Hülsbergstraße. So sollen auch Hüls und Lenkerbeck entlastet werden. Die Erschließung des Zechengeländes beginnt mit Baumfällungen. Auf den Teilflächen sollen Lichtungen geschaffen werden, die streng geschützten Vögeln Lebensräume bieten. Bis 2021 will die Stadt die ersten Flächen baureif machen.

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