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Das Luftbild zeigt Teile des Chemieparks mit der Fläche von AV 3/7. Über der ehemaligen Kohlenmischhalle mit den Solarzellen liegen im Norden die Kraftwerksbrache, die begrünte Bergehalde und der Hafen.

Zukunftsforum gate.ruhr im Rathaus

Bürger fürchten neue Belastungen

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MARL - Die Zukunftsarena zu gate.ruhr im Rathaus hatte weniger Teilnehmer, als erwartet. Auf der Bürgerversammlung erfuhren Marler am Samstag, wie das Gelände von AV 3/7 zu gate.ruhr entwickelt werden soll. Die Anwohner in Hamm und Sickingmühle befürchten neue Belastungen durch Lkw-Verkehr.

Im Rathaus wurden Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für gate.ruhr vorgestellt. Das AV-Bergwerk, aus dem am 18. Dezember 2015 die letzte Kohlelore ans Tageslicht gefördert wurde, soll Maßstäbe setzen: als das am schnellsten entwickelte Bergbaugelände und eine der größten zusammenhängenden Industrieflächen im Land mit 1 000 Arbeitsplätzen.

Mit Bürgermeister Werner Arndt und Markus Masuth, dem neuen Chef der RAG Montan Immobiliengesellschaft, an der Spitze informierten Bauexperten, Planer und Gutachter über den derzeitigen Sachstand. Drei Stunden lang gab es Vorträge, Schaubilder und viele Gespräche zu dem Projekt, das wie Wirtschaftsförderer Dr. Manfred Gehrke nicht müde wird zu betonen, „eine hervorragende Chance für Marl und die gesamte Region ist“.

Stimmen und Meinungen zu den Plänen für gate.ruhr: "Wir haben nichts gegen die Industrie", betonte Anwohner Ronald Feiler, der selbst für AV unter Tage gearbeitet hat, unter anderem auf der Schachtanlage 3/7. "Aber es muss eine vernünftige Lösung für die Verkehrsanbindung her."

"Wir brauchen zuerst einen vernünftigen Lärmschutz, die Lärmbelästigung an der A 52 ist jetzt schon unerträglich“, so Marie Theres Nienzilla aus der Waldsiedlung, die eine Petition zum Lärmschutz beim Bundestag eingereicht hat.

Anke Berndgen (Verkehrsplanerin): "Man muss auf jeden Fall nach Alternativen für die Carl-Duisberg-Straße suchen, um eine vernünftige Verkehrsregelung für gate.ruhr zu schaffen."

"Wir wissen nicht, wie viele Betriebe wir 2025 tatsächlich schon auf gate.ruhr haben werden", so die städtische Baudezernentin Andrea Baudek.

"Die Metro ist kein Planungsfehler", sagt Wirtschaftsförderer Dr. Manfred Gehrke zur Kritik, dass die Zufahrt durch den Chemiepark unmöglich ist.

"Welche Belastung sollen wir noch ertragen?", fragt Freddy Schonknecht, Anwohner der Halde Brinkfortsheide. Für den Anwohner der Halde Brinkfortsheide, ergibt sich aus der neuen Autobahnplanung ein weiterer Aspekt. "Der geplante Anschluss wäre doch ideal, damit auch die Laster zur Deponie auf der Halde hier auf- und abfahren könnten", sagt der Marler, der eine Bürgerinitiative gegründet hat, um die Deponie zu verhindern.

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