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Ob sich die Geruchsprüfer auf der Halde die Nase zuhalten werden? Ein halbes Jahr sind sie dort unterwegs.

Wer die Auftraggeber sind

Geruchsprüfer des TÜV schnüffeln auf der Halde in Marl - Was hat das mit der Deponie zu tun?

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Gibt es eine Geruchsbelastung auf der Halde Brinkfortsheide Erweiterung? Um das herauszufinden, halten zehn Geruchsprüfer des TÜV Nord ihre Nasen in den Wind.

Bis Januar 2020 sind sie auf der Halde Brinkfortsheide Erweiterung unterwegs. „Unser Auftrag ist es, alle Gerüche im Umfeld der Halde aufzuzeichnen und zu protokollieren – unabhängig davon, woher sie kommen“, sagt Franziska Nieke von der Konzern-Kommunikation des TÜV Nord. 

Gezielt wird die menschliche Nase als „Messgerät“ eingesetzt. Denn Auftrag der TÜV-Experten ist es, herauszufinden, inwieweit Menschen mit durchschnittlichem Riechempfinden einer Belastung ausgesetzt sind. Die Geruchsprüfer arbeiten draußen und im Labor. Um Gerüche einzufangen zu können, verwenden sie Beutel, die aus demselben Material wie Bratschläuche bestehen. Vor Ort ziehen sie in diese Beutel Luft.

Ergebnisse erst 2020

Ergebnisse werden voraussichtlich im Januar 2020 vorliegen. Beauftragt wurden die Umweltschützer des TÜV Nord vom Entsorger DAH¹. Die DAH¹, ein Gemeinschaftsunternehmen von RAG Montan Immobilien und AGR (Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet), will bekanntlich auf der Halde eine Deponie errichten. Dort sollen Rostasche aus verbranntem Hausmüll und Bauschutt gelagert werden. 

Auch die Firmengruppe Saria hatte vor drei Jahren in Marl die Geruchsbelastung in ihrem Umfeld durch „Schnüffler“ eines anerkannten Gutachterbüros dokumentieren lassen (wir berichteten). 

Daten aus Marl werden veröffentlicht

Bevor die DAH¹ auf der Halde Brinkfortsheide Erweiterung aktiv wird, will die Bezirksregierung Münster insgesamt zwölf Gutachten bzw. Berichte über Umweltauswirkungen sehen. Auch die Belastung der Luft wird gemessen. 

Alle Daten und Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht, verspricht der DAH¹-Sprecher. Gegen die Deponie wehren sich die Stadt und die Bürgerinitiative Marl-Hamm. Sie warnte auch vor einer Strahlenbelastung. Eine Begehung ergab aber: Die Radioaktivität auf der Halde ist nicht gefährlich.

Noch kein konkreter Zeitplan für Deponie

Das Genehmigungsverfahren steht noch am Anfang. Einen konkreten Zeitplan gebe es nicht, sagte Jürgen Fröhlich auf Nachfrage unserer Redaktion.

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