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Zwischen Westerholt und Marl fehlt ein durchgehender Radweg.

Grundstückseigentümer müssen mitziehen

Warten auf den Bürgerradweg

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MARL - Alt-Marl und Westerholt sollen für Radfahrer verbunden werden.

Die Stadtverwaltung will mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW einen Bürgerradweg an der Westerholter Straße (L 630) errichten – vom Kötterweg bis zu den Radwegen in Alt-Marl. Über das Landesförderprogramm „Bürgerradwege“ soll der Bau dieses rund 1700 Meter langen Weges realisiert werden. Das Radfahren zwischen Alt-Marl und Westerholt soll auf diese Weise sicherer werden. Allerdings müssten die Grundstückseigentümer noch die nötigen Flächen zur Verfügung stellen. In Gesprächen will die Stadtverwaltung nun ihre Bereitschaft erkunden, das Projekt zu unterstützen.

Ein Stück des Geh- und Radwegs an der Westerholter Straße wurde bereits vor sieben Jahren von Bullerkotte bis zum Kötterweg gebaut. Die Stadt Herten wird den Radweg im nächsten Jahr von Bullerkotte aus in Richtung Westerholt fortführen.

Fertigstellung kann fünf Jahre dauern

Ingo Stapperfenne, Leiter der Stadtplanung im Umweltamt, rechnet damit, dass der Marler Radweg zwischen Polsum und Alt-Marl in fünf Jahren fertiggestellt werden kann – vorausgesetzt, die Eigentümer ziehen mit. Der Stadtplanungsausschuss hat den Bau des Radwegs einstimmig beschlossen.

Über das Modellprojekt „Bürgerradwege“ werden unbürokratisch und zügig Radwege gebaut, für die sonst kurzfristig keine Mittel zur Verfügung stehen. Die Bürgerradwege werden solide und verkehrssicher, aber kostengünstig und einfach gebaut: Sand und Kies können das Pflaster ersetzen. Voraussetzung ist, dass sich Bürger vor Ort für den Radweg engagieren – in Form von Eigenleistungen oder Spenden. Hertener Landwirte haben zum Beispiel ihre Flächen für den Radweg bereitgestellt. Die Stadt Marl hofft, dass dies auch die örtlichen Landwirte tun.

Seit 2005 konnten rund 320 km Radwege durch dieses Modell realisiert werden. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt in diesem Jahr vier Millionen Euro für Bürgerradwege bereit.

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