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Die Teams in der Werkstat arbeiten Hand in Hand

Adventskalender:

Morgens um 10 ... am Schacht 6

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MARL - „Morgens um 10 ...“ lautet in diesem Jahr das Motto für unseren Adventskalender mit Ansichten und Geschichten aus Marl.. Bis zum 24. Dezember stellen wir jeden Tag einem anderen Ort in den Mittelpunkt. Heute sind wir zu Gast in der Werkstatt der Diakonie am Schacht 6.

In der Behindertenwerkstatt Schacht 6 (Hülsbergstraße 300) findet am Mittwoch, 5. Dezember, von 10 bis 13 Uhr ein Adventsverkauf statt. In den Fördergruppen wurden Produkte hergestellt, die zum Verkauf angeboten werden. Zu kaufen gibt es Kerzen, Filzarbeiten und Sterne aus Holz und mehr.

Für die einen beginnt gerade die erste Frühstückspause, die anderen sind noch mitten in der Produktion: Morgens um 10 Uhr herrscht in der Werkstatt der Diakonie im ehemaligen Schacht 6 in Hamm geschäftige Betriebsamkeit. Von 7.45 bis 15 Uhr sind hier 120 Mitarbeiter bei am Werk. Hier arbeiten Menschen mit geistigen Behinderungen unterschiedlicher Schwere. Und sie machen alle einen guten Job. Das Diakonische Werk im Kirchenkreis Recklinghausen betreibt insgesamt elf Werkstätten im Kreis, in denen 1900 Menschen mit Behinderungen beschäftigt sind. „Die Marler Werkstatt ist die einzige, die sich an einem ehemaligen Bergbaustandort befindet. 1999 ist man hier eingezogen. "Es macht mir viel Spaß hier, ich habe viele Freunde gefunden", sagt beispielsweise Stephan Haasen. Jeden Tag kommt er aus Herten nach Marl. Seine Aufgabe: Er schleift Holzkisten, die an den Künstlerbedarf-Spezialisten Bösner verkauft werden. "Wir stellen sogenannte Casanis her, Malgründe und Bilderrahmen, die Künstler für ihre Bilder brauchen", sagt Klaus Brauckhoff, Dienstellenleiter der Werkstatt. Begonnen hat man mit kleinen Stückzahlen, heute stellt die Werkstatt in Marl pro Woche bis zu 1500 solcher Boxen in unterschiedlichen Größen her, 60.000 bis 70.000 pro Jahr. Lernspiele für Grundschulen sind ein weiterer Schwerpunkt der Produktion. Die Werkstätten sind Zulieferer für Industrie, Dienstleister und Handwerk, entstanden sind sie 1968. Die Menschen, die hier arbeiten, sind stolz auf das, was sie tun und begegnen dem Besucher mit großer Offenheit und Freundlichkeit. So wie Ömer Demircan, der bei der Herstellung der Lernspiele kräftig wirbelt. "Ich wohne in Marl-Hamm und komme jeden Tag mit dem Fahrrad", erzählt er. "Das ist hier ideal zum Arbeiten für mich."

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