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Der Blick über die Fördertürme auf dem Zechengelände AV 1/2 geht Richtung Halde Brinkfortsheide Fortsetzung. Auf diesem Teil will der RVR eine Deponie errichten.

Halde Brinkfortsheide Erweiterung

Ministerium sieht keine radioaktive Gefahr

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MARL - Die Bürgerinitiative Hamm warnte, dass die Halde Brinkfortsheide radioaktiv belastet sei. Wie zuvor die Bergaufsicht der Bezirksregierung Arnsberg und das NRW-Umweltministerium erklärt jetzt auch das NRW-Wirtschaftsministerium die Befürchtungen für unbegründet.

Der Marler SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Wenzel hatte die Landesregierung in einem Schreiben mit Recherchen und Messungen der Bürgerinitiative konfrontiert.

Wie berichtet, nahm die Hammer Initiative im Februar eigene Messungen mit dem Geigerzähler vor. Zuletzt zitierte sie aus Akten, die sie bei der Bergaufsicht der Bezirksregierung in Arnsberg einsah: Danach wurde an der Haldenböschung im letzten Jahr ein Spitzenwert von 1350 Nanosievert pro Stunde gemessen.

Das Wirtschaftsministerium verweist auf aktuelle Messungen der RAG unter Aufsicht der Bergbehörde. Danach bewegen sich die Messwerte im Bereich der natürlichen Radioaktivität. Es gebe keine Hotspots (= Brennpunkte) mit erhöhter Radioaktivität auf der Halde und am Haldenrand. Die von der Bürgerinitiative angegebenen Werte könnten nicht nachvollzogen werden.

Jährliche Überwachung

Am Ufer des Silvert- und Sickingmühlenbachs hatten sich allerdings schon vor Jahren Ablagerungen aus Grubenwassereinleitungen festgesetzt. Natürliche Radioaktivität aus Karbon (= Kohlegestein) reichert sich darin an, erklärte die Bergaufsicht. Sie hatte deshalb die kontinuierliche, jährliche Überwachung des Silvertbachs angeordnet. Seit 2004 wird durchgehend gemessen und dokumentiert. 2006 seien die Grubenwasser-Ableitungen in die Bachläufe gestoppt worden.

Vor drei Jahren ließ auch der Lippeverband die Bäche durch unabhängige Ingenieure untersuchen: Bei einer Vielzahl von Messungen seien die Werte der RAG weitgehend bestätigt und ergänzt worden, schreibt das Wirtschaftsministerium.

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