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Der Blick über das Zechengelände auf AV 3/7 in Richtung Halde Brinkfortsheide-Fortsetzung. Hier soll die Deponie für Baustoffe nach den Plänen von RAG und Regionalverband Ruhr entstehen.

Hammer Probe über den Grenzwerten

Zu viel Salz im Grundwasser

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MARL - Die Bürgerinitiative Marl-Hamm hat eine Gewässerprobe aus einer Quelle im oberen Teil der Halde Brinkfortsheide Erweiterung untersuchen lassen. Das Labormobil des Vereins VSR Gewässerschutz fand heraus, dass die Grenzwerte der deutschen Trinkwasserverordnung für Chlorid um ein Vielfaches überschritten werden.

In der Probe wurden 2250 Milligramm Chlorid pro Liter gemessen. Der Grenzwert liegt bei 250 mg/l. „So ein salzhaltiges Wasser können nur spezielle Pflanzen aushalten – etwa an den Salzwiesen der Nordsee“, sagt Diplom-Physiker Harald Gülzow vom VSR Gewässerschutz. „Im Garten kann man es nicht mehr verwenden.“ Die Blätter der Pflanzen würden sich dann braun verfärben. Das Wasser sei auch zum Duschen, Wäschewaschen oder zum Befüllen eines Planschbeckens ungeeignet, so Diplom-Ökotrophologin Susanne Bareiß-Gülzow. Im Grunde ist es also unbrauchbar.

Weit über den Grenzwerten ist auch der Wert für die Leitfähigkeit – ebenfalls ein Hinweis auf hohe Salzbelastung. Gesundheitsgefahren schließen die Behörden allerdings aus, da in der Waldsiedlung kein Trinkwasserbrunnen gemeldet ist. Die Ursachen der Salzbelastung sind umstritten. Umweltschützer sind überzeugt, dass die Salze aus aufgeschüttetem Material der Halde Brinkfortsheide ins Grundwasser dringen. Erst seit 1988 müssen Bergwerke bei Aufschüttungen den Boden mit Tonmaterial abdichten.

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