Ein Rundgang durch Marl-Hamm:

Der vergessene Stadtteil?

MARL - In und rund um die Lutherkirche in Marl-Hamm soll ab Frühjahr 2018 gebaut werden. Seit gut einer Woche ist die Rudimo AG Eigentümerin der Kirche, die vor mehr als zwei Jahren entwidmet wurde. Viele Hammer warten sehnsüchtig darauf, dass sich endlich etwas tut. In unserer interaktiven Karte haben wir für Orte zusammengetragen, die für Struktur und Alltagsleben in Hamm wichtig sind.

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Einwohnerstatistik (Stand 30. Juni 2016):

In Marl-Hamm leben 9 503 Menschen, damit ist Hamm nach Hüls-Süd, Brassert und Alt-Marl der viertgrößte Marler Stadtteil. 8 479 Bewohner haben die deutsche Staatsangehörigkeit, 1 024 oder 10,8 Prozent sind Nichtdeutsche. Auch damit liegt Hamm unter allen Marler Stadtteilen auf Platz 4. Bei der Anzahl der zugezogenen Bewohner liegt Hamm vor Polsum und Hüls-Nord auf dem drittletzten Platz aller Stadtteile. Im ersten Halbjahr 2016 zogen 145 Bürger neu nach Hamm. zum Vergleich: Alt-Marl verzeichnete in diesem Zeitraum einen Zuzug von 400 Bewohnern.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept der Stadt Marl, kurz ISEK, sieht für den Stadtteil Hamm folgende Projekte vor:

Aufwertung des Marktplatzes und neue Nutzungen im Umfeld – einzelne Leerstände könnten auch zu Wohnnutzungen umgewandelt werden. „Im öffentlichen Raum sollten Aufwertungsmaßnahmen umgesetzt werden, wobei der Marktplatz und der Bereich Schwalbenstraße im Fokus stehen.“

Im Rahmen des Leitprojekts „Quartiersentwicklung“ soll die Waldsiedlung aufgewertet werden. Viele Gebäude sind in die Jahre gekommen, die großen Freiflächen sind wenig attraktiv. Viele Bewohner haben soziale Probleme, so die Bestandsaufnahme nach Workshops und Bürgerforen zum Thema Hamm.

Rubriklistenbild: © Jürgen Wolter

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