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Almut Gode (48) mit ihrem zweijährigen Hund Sugar vor der gesperrten Brücke am Sickingmühlenbach in Hamm.

Sickingmühlenbach in Hamm

Warten auf die neue Brücke

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MARL - Seit Dezember ist die Brücke über den Sickingmühlenbach aus Sicherheitsgründen in Hamm gesperrt. Für manchen Anwohner erschwert das den Alltag.

Almut Gode (48) steht mit ihrem zweijährigen Hund ,Sugar’ vor der gesperrten Holzbrücke über den Sickingmühlenbach. Die Brücke verbindet die Lessingstraße mit dem Schwanenweg – eigentlich. Denn seit Dezember endet der Weg an einem Absperrgitter.

Bei einer Kontrolle stellten Gutachter Schäden an tragenden Teilen der Holzkonstruktion fest, wodurch die Tragfähigkeit nicht mehr gegeben war. Eine kurzfristige Lösung gibt es nicht. Auf ausführliche Spaziergänge mit ihrem Hund im Grünen muss Gode seit dem Tag der Brückensperrung verzichten. Heute läuft sie eine Schleife entlang eines Ackers und geht über den stark befahrenen Bachackerweg zurück nach Hause.

Doch nicht nur die Hundebesitzerin läuft seit einem halben Jahr andere Wege, wenn sie ihren Hund Gassi führt. „Viele Senioren aus der Lessingstraße müssen jetzt weitere Wege laufen, um zur Kirche, zur Bank oder zu den Lebensmittelgeschäften zu kommen“, sagt Almut Gode. Sie treffe viele ältere Menschen, die ihr erzählen würden, was für eine Zumutung die Situation sei. „Das gilt ja auch für Kinder, die den Kindergarten St. Barbara besuchen. Doch die Brücke wird bis auf Weiteres gesperrt bleiben. Klar ist aber mittlerweile, dass an selber Stelle eine komplett neue Brücke mit Geh- und Radweg entstehen wird. „Wir haben einen entsprechenden Förderantrag beim Aktionsplan Nahmobilität gestellt. Wenn der bewilligt wird, können wir mit den Ausschreibungen beginnen“, sagt Michael Lauche, Chef des Zentralen Betriebshofs auf Nachfrage. Der Entschluss für die Doppelfunktion Geh-/Radweg fiel, nach dem die städtischen Verkehrsplaner auf der Brücke eine Verkehrszählung durchgeführt hatten.

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