Sonderparteitag zum Thema Rathaus

SPD drängt auf Sparsamkeit bei Sanierung

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MARL - Die SPD sieht keine Alternative zur Rathaussanierung, drängt aber darauf, dass sich die Kosten im Rahmen halten. Das ist Ergebnis eines Sonderparteitags im Ernst-Reuter-Haus.

Dort informierte die SPD am Samstag rund 80 Mitglieder und Interessierte über das größte Projekt in der Marler Stadtgeschichte.

Bürgermeister Werner Arndt erklärte, auf welchen Grundlagen der Rat die 70,2 Millionen Euro teure Sanierung beschlossen hat. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Wenzel erläuterte die Gründe, aus denen seine Partei zugestimmt hat.

Aus Sicht der SPD sind es fehlende Alternativen: Ein Abriss des Marler Rathauses komme aus Gründen des Denkmalschutzes nicht infrage. Und ein Neubau in derselben Größenordnung – so wie ihn die Dortmunder Assmann-Gruppe und die Kommunalberatungsgesellschaft der DEKA-Bank vor drei Jahren berechnet hatten – würde angepasst an die Preissteigerungen heute 90,8 Millionen Euro kosten.

Verwaltung und Fraktionen sollen informieren

Die Sozialdemokraten erwarten von der Stadtverwaltung und ihrer eigenen Fraktion, dass sie die Bürger immer wieder über neue Entscheidungen in dem Sanierungsprozess informieren, sagte der SPD-Vorsitzende Brian Nickholz. Das soll nicht nur auf der Homepage der Stadt Marl geschehen. Die wesentlichen Informationen müssten auch auf einem gedruckten Faktenpapier stehen, das im Rathaus und in den Nebenstellen der Verwaltung ausliegen sollte.

Nickholz betont, andere wichtige Projekte wie der Neubau der Goetheschule, die Schaffung neuer Kindertagesstätten und das Mobilitätskonzept dürften nicht ins Hintertreffen geraten. Alle Kosten der Rathaussanierung müssten intensiv und kritisch auf Möglichkeiten zur Reduzierung geprüft werden.

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