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Jede Menge Bäume umrahmen das alte Jahnstadion, einige davon müssen für die Siedlung fallen. Unten rechts im Bild: die Ernst-Immel-Realschule.

Bebauungsplan in Arbeit

Hürden für den Hülser Waldpark sollen fallen

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MARL - In das Hülser Waldpark-Projekt kommt wieder Bewegung: Die Stadt bereitet die Aufstellung des Bebauungsplans vor, die Bürgerinitiative zum Erhalt des Jahnstadion-Waldes sammelt Unterschriften für eine Petition.

"Rettet die wertvolle grüne Lunge!“ Das steht über einer Online-Petition gegen das Bauvorhaben, die fast 1600 Bürger unterschrieben. Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Jahnstadion-Waldes will sie im Rat einbringen: „Wir wollen ein Stimmungsbild wiedergeben und den Rat sensibilisieren, damit er sich mehr um den Umweltschutz kümmert“, sagt Marc Walden, Mitglied der Initiative und stellvertretender Vorsitzender der Bürgerliste Wir für Marl.

Unter dem Namen „Hülser Waldpark“ will die Fakt AG auf dem 38.000 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Jahnstadions 196 Wohneinheiten errichten. Auf dem Grundstück an der alten Waldschule soll der erste von vier Bauabschnitten beginnen. Die Wohnungen sollen eine Fläche von circa 15.900 m² einnehmen.

Seit sieben Jahren ist die Entwicklung des Jahnstadion-Geländes Thema hitziger Debatten. Die Stadtverwaltung, die meisten Politiker und der Investor sehen in einem Baugebiet mit hochwertigen Wohnungen eine Stärkung des Stadtteils. Die Bürgerinitiative nennt den Namen „Hülser Waldpark“ aber irreführend. Sie fürchtet, dass der parkähnliche Wald zum Großteil geopfert wird. Je nach Bebauungs-Variante sollen 55 bis 106 Bäume gefällt werden. Für die Stadt bildet die Variante mit 106 Bäumen die Planungsbasis.

SPD-Fraktion lehnt Teilbebauung ab

Im Mai letzten Jahres geriet das Projekt ins Stocken: Das Stadiongelände konnte noch nicht als Bauland ausgewiesen werden, weil der Regionalplan es als Freifläche darstellt. Deshalb wollte die Stadtverwaltung zunächst nur eine Teilbebauung rund um die alte Waldschule möglich machen. Die SPD-Fraktion lehnt eine Teilbebauung aber ab und kippte mit der Ratsmehrheit den verkleinerten Bebauungsplan.

Jetzt bereitet die Stadtverwaltung die Aufstellung eines Bebauungsplans vor – für das Gelände des Stadions und der ehemaligen Waldschule. Ziel ist die Realisierung der Wohnbebauung. Planungsrechtliche Hürden müssen noch im Regionalplan beseitigt werden.

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