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Hier ist die Wurzel verfault“, demonstriert Baumkontrolleur Reinhart Hassel (3. v. l.) dem ZBH-Chef Michael Lauche, dem Ausschussvorsitzenden Uwe Göddenhenrich und Stellvertreter Robert Heinze.

Am Dienstag rollen die Maschinen an

Baumfällung soll Gefahren beseitigen

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MARL - Am Dienstag werden im Jahnstadion Bäume gefällt. In sozialen Netzwerken wird seit Tagen heftig darüber spekuliert, dass dies mit der geplanten Bebauung zusammenhängt. Doch Baumkontrolleur Reinhart Hassel erklärt beim Gang mit unserer Redaktion, wo Gefahren beseitigt werden müssen.

Nummer 327 stand auf der Liste der zu fällenden Bäume – bis Tief Friederike kam. Am Donnerstag konnte die stattliche Buche einer Orkanböe nicht standhalten und stürzte um, mitten auf einen Weg im Wäldchen am Jahnstadion. Zum Glück, ohne dass Menschen in Gefahr kamen. „Man sieht, dass die Wurzel verfault ist“, sagt Reinhart Hassel und zeigt auf schwarze Stellen. Als zertifizierter Baumkontrolleur hat er mit seinem Team im Dezember 2016 den Baumbestand des Jahnstadion-Waldes begutachtet. Das Ergebnis: 43 Bäume bekamen das Zeichen, dass sie gefällt werden müssen, 82 Stämme sind mit einem T markiert. Hier muss totes Holz entfernt werden, das Spaziergängern beim kleinsten Windstoß auf den Kopf fallen könnte. Weitere 30 Bäume haben ebenfalls eine Markierung bekommen. Sogenannter baumfremder Bewuchs, sprich Efeu, hat sich breitgemacht. Der muss weg. „Erst dann können wir tatsächlich beurteilen, ob der Baum Schäden hat“, erklärt Reiner Hasselt.

Keine Gefahr durch "Spechtbäume"

Unter regelmäßige Beobachtung kommen zum Beispiel Bäume, wenn sie Baumgabelungen – sogenannte Zwiesel – haben, die v-förmig wachsen. „Die Triebe drücken gegeneinander, es können sich faule Stellen bilden“, erläutert Reinhart Hassel.

Manchen Bäumen mitten im Wald haben die Kontrolleure keine weitere Beachtung geschenkt, obwohl sie offensichtlich schon bei einem früheren Sturm Schaden davon getragen haben. Von einer Buche steht nur noch der Stamm – die Krone ist abgebrochen. Er bleibt stehen, „als Spechtbaum“, erklärt Michael Lauche, Leiter des Zentralen Betriebshofs (ZBH) in Marl. „Von ihm geht keine Gefahr aus“, ergänzt Hassel.

Der ZBH hat die Baumkontrolleure beauftragt, den Bestand in Marl überall dort zu prüfen, wo der Stadt die Verkehrssicherungspflicht obliegt. Neben Parkanlagen gehören in Wäldern wie am Jahnstadion in Hüls die Bereiche an Wegen und Straßen dazu.

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