+
Feuerwehr und Polizei sammeln sich auf dem Parkplatz des Bürgerbads Loemühle.

Max-Reger-Straße

Anwohner wieder zu Hause: Bombe ist entschärft

MARL - Die Fünf-Zentner-Bombe an der Max-Reger-Straße ist entschärft. Nach einem aufregenden Tag konnten die Anwohner der Max-Reger-Straße und der umliegenden Wohnungen am Donnerstagabend wieder nach Hause zurückkehren.

Um 20.52 Uhr konnte Horst Schöwe vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Entwarnung geben. Die Entschärfung hatte knapp eine Stunde gedauert. Dabei stellten die Experten unter anderem fest, dass die amerikanische Fliegerbombe zwei Zünder hatte. Einer davon muss auch irgendwann bereits gezündet haben. Wann das gewesen sein könnte, lässt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen.

Rückblick auf einen aufregenden Tag

Ein Rückblick auf den Tag der Entschärfung in Hüls: Gegen Mittag wird bekannt, dass auf dem Erweiterungsgelände des städtischen Kindergartens Sonnenblume an der Max-Reger-Straße in Hüls eine Fliegerbombe gefunden worden ist. Das Gebiet rund um den Fundort wird in einem Radius von 250 Metern abgesperrt. Am frühen Nachmittag beginnt die Evakuierung. Rund 1500 Anwohner müssen ihre Wohnungen verlassen. 500 von ihnen werden in der Martin-Luther-King-Gesamtschule von DRK-Helfern betreut. Die Evakuierung verläuft weitgehend ohne Probleme. Auch 26 Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofs sind im Einsatz und sorgen dafür, dass die Straßen und Wege ins Sperrgebiet abgeriegelt sind. Nur vereinzelt werden die Sperrungen missachtet.

Anwohner bangen um zurückgelassene Haustiere

Bürgermeister Werner Arndt besucht die Wartenden in der Martin-Luther-King-Gesamtschule. Sie fragen sich, wie lange sie aushalten müssen. Werner Arndt dementiert Gerüchte, dass sie noch acht Stunden warten müssen. Einige bangen um ihre Haustiere, die in den Wohnungen zurückblieben.

Das Einsatzzentrum von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und Ordnungsamt wird auf dem Parkplatz am Bürgerbad Loemühle eingerichtet. Mitglieder des Freibadvereins schenken für die Helfer Kaffee aus.

Krankentransportfahrzeuge sind bis kurz vor der Bombenentschärfung im Dauereinsatz. DRK, Arbeiter-Samariter-Bund und Malteser Hilfsdienst aus Marl, Herten, Recklinghausen und Haltern holen bettlägerige Anwohner aus ihren Wohnungen. Sie werden vorübergehend in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch das THW hilft beim Großeinsatz.

Die Feuerwehr ist mit den Löschzügen der Hauptwache sowie der Freiwilligen Feuerwehren Alt-Marl, Sinsen, Lenkerbeck und Hamm, insgesamt rund 100 Kräften im Einsatz.

Blindgänger auf einem Luftbild entdeckt

Der Blindgänger war vom Kampfmittelbeseitigungsdienst auf einem Luftbild entdeckt worden. Er hatte das Ordnungsamt informiert. Der Kindergarten Sonnenblume soll erweitert werden, Bauarbeiten haben begonnen. Das Familienzentrum war am Morgen geschlossen, allerdings nicht wegen des Bombenfunds. Die Mitarbeiter waren zur Personalversammlung der Stadtverwaltung eingeladen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Tumult vor Reisebüro in Herten - die Wut der Menschen ist gut zu verstehen
Tumult vor Reisebüro in Herten - die Wut der Menschen ist gut zu verstehen
Großeinsatz am Quellberg in Recklinghausen: Polizei findet die Tatwaffe
Großeinsatz am Quellberg in Recklinghausen: Polizei findet die Tatwaffe
Vier Teams stehen schon in der Zwischenrunde - so lief der zweite Turniertag
Vier Teams stehen schon in der Zwischenrunde - so lief der zweite Turniertag
Schalke: Trauriger Abschied von einem Kultspieler - ein anderer Ehemaliger jubelt dagegen
Schalke: Trauriger Abschied von einem Kultspieler - ein anderer Ehemaliger jubelt dagegen
Warum ein einfacher Spaziergang in Datteln zum Hausfriedensbruch werden kann
Warum ein einfacher Spaziergang in Datteln zum Hausfriedensbruch werden kann

Kommentare