Wahl am Sonntag, 13. September

Kommunalwahl 2020 in Marl: „Wählen gehört zur Demokratie“

  • vonSina Dietz
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Am Sonntag ist Kommunalwahl. Wir haben uns deshalb am Hülser Marktplatz umgehört, warum Marler ihre Stimme abgeben und was das „Wählen gehen“ für sie bedeutet.

Noch nicht einmal die Hälfte aller Marler hat sich vor sechs Jahren für die Kommunalwahl interessiert. Die Beteiligung lag bei nur 43,3 Prozent. Wie viele Marler am Sonntag ihre Stimme abgeben, kann natürlich niemand vorhersagen. Die Bürger, die am Freitag befragt haben, gehen allesamt zur Wahl – einige haben ihre Stimme sogar schon abgegeben.

„Ich habe schon gewählt“, erzählt Wolfgang Scherer. Der 73-Jährige hat bereits in den vergangenen zehn bis 20 Jahren „in Ruhe zuhause“ per Briefwahl seine Kreuzchen gesetzt. Für ihn ist die Wahl wichtig, weil „es das Einzige ist, wo man mal etwas bestimmen kann“. Per Briefwahl hat auch Dieter Schmitz bereits an der Kommunalwahl teilgenommen. „Ich musste an den Wahltagen damals immer arbeiten. Ich mache es jetzt weiter so, weil es praktisch und einfach ist“. Der 77-Jährige findet es wichtig zu wählen, damit etwas verändert werden kann.

Kommunalwahl 2020 in Marl: „Wählen gehört zur Demokratie“

Jan und Hildegard Knopik haben aufgrund der Pandemie diesmal auch wieder per Briefwahl gewählt. Sie finden: „Wählen gehört zur Demokratie“. Berti Kaup wird am Sonntag seine Stimme abgeben. Der 47-Jährige hat kein Verständnis für Menschen, die nicht an der Wahl teilnehmen wollen. „Wir haben die Berechtigung dazu, die wir auch nutzen sollten, weil es einen Einfluss auf die Zukunft hat“. Seine Marktbegleiterin Marita Schwaberow ist aus Baden-Würtenberg zu Gast: „Ich bin lettische Staatsbürgerin und kann deshalb nicht wählen gehen. Wenn ich dürfte, würde ich es aber gerne tun.“

Gertrud und Wolfgang Ernst nehmen aus zwei Gründen an der Wahl teil. „Es muss einfach sein – und wir brauchen einen neuen Bürgermeister. Ein Wechsel würde uns guttun“. Das Ehepaar findet Wählen wichtig, damit die „Gerechtigkeit weiter bestehen bleibt“, außerdem sei es auch eine Pflicht der Bürger.

Als Verpflichtung empfindet es auch Cordula Kretschmer. „Wenn wir nicht wählen gehen, dann kann sich auch nichts ändern“, so die Marlerin. Eine mögliche Veränderung zu erreichen, ist auch ein Aspekt, an den Iris Möller denkt, wenn sie das Thema Kommunalwahl hört. Die Hertenerin hat bereits per Briefwahl abgestimmt. „Für mich war es sehr leicht. Ich habe allerdings eine pflegebedürftige Mutter. Für sie war es mit den vielen Zetteln etwas schwieriger.“ Mit dem amtierenden Bürgermeister aus Herten ist Iris Möller sehr zufrieden – damit er im Amt bleibt, geht sie wählen: „Er ist sehr nett, offen, hilfsbereit.“

Ute Klein hat ebenfalls per Briefwahl ihre Kreuze gesetzt. „Da ich nicht weiß, wie das Wetter wird und ich dann nicht bei Regen los muss“, erzählt die 67-Jährige lachend. Sie findet es wichtig, dass ihre Mitmenschen den Gang zur Wahlurne antreten: „Man sollte nicht nur meckern, sondern auch was tun.“

Elke Terschüren aus Marl hat kein Verständnis für Nicht-Wähler

Das sich einige Marler über die Politik beschweren, weiß auch Elke Terschüren. „Ich kann eigentlich nicht verstehen, wenn Leute nicht wählen gehen. Sie meckern immer, aber jede Stimme kann ein Stück dazu beitragen, etwas zu verändern. Wir sind ein freies Land und haben glücklicherweise das Recht zu wählen. Das sollten wir auch nutzen“, meint die 60-Jährige. Für Elke Terschüren ist Wählen eine Verpflichtung.

Unsicher, welchem Kandidaten oder welcher Partei ihre Stimme gehören soll, ist sich Daline David: „Ich schwanke noch. Ich erkundige mich bis zur Wahl im Internet über die jeweiligen Parteien.“ Die 27-Jährige geht wählen, weil sie findet, dass es wichtig ist, dass auch jüngere Menschen über die politische Zukunft mitbestimmen können. „Das heißt aber nicht, dass ich zwangsweise für jüngere Kandidaten stimme“, erklärt die Marlerin.

Rubriklistenbild: © Medienhaus Bauer

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