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Der ZBH ging an der Langehegge präventiv gegen den Eichenprozessions-Spinner vor. Dort wurde ein Extrakt versprüht, der das Wachstum der Raupen hemmen sollte – mit Erfolg.

An der Langehegge in Marl

Dieses Spray bekämpft Eichenprozessionsspinner in Marl erfolgreich 

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Der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl hat zur Bekämpfung der giftigen Eichenprozessionsspinner Bäume auf ein Naturmittel zurückgegriffen - mit Erfolg.

Update (31.07.): Seit rund zwei Monaten ist die B 225 in Alt-Marl zwischen Buerer Straße und Schachtstraße voll gesperrt. Doch ein Ende der „Umleitungszeit“ ist in Sicht. Für einen kurzen Baustopp sorgten jetzt die giftigen Raupen.

Eichenprozessionsspinner legt Baustelle in Marl lahm

„Im Bereich der Baustelle sind Nester von den giftigen Eichenprozessionsspinnern entdeckt worden. Aus Sicherheitsgründen wurden die Arbeiten so lange eingestellt, bis die Nester entfernt waren“, so ein Straßen.NRW-Sprecher.

Unsere bisherige Berichterstattung: 

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners beschäftigen den Zentralen Betriebshof (ZBH) der Stadt bereits seit Mai. Und noch immer ist das Problem nicht hundertprozentig erledigt. „Wir sind aber dabei, die letzten Nester an den Stadtbäumen zu beseitigen“, so ZBH-Leiter Michael Lauche. 

ZBH beseitigt letzte Nester in Marl

Weniger zu tun hatten die vom ZBH beauftragten Schädlingsbekämpfer im hinteren Teil der Langehegge (hin zum Steinernkreuz). Im Mai wurden dort 50 bis 60 Eichen vorbeugend mit Neemprotect behandelt, einem Extrakt des Mangrovenbaumes. Das Mittel sollte den Verdauungstrakt der Raupen so stark schädigen, dass sie das für Mensch und Tier gefährliche dritte Larvenstadium nicht erreichen und absterben.

Sprühaktion in Marl hat gut funktioniert

 „Das hat ziemlich gut funktioniert“, zieht Lauche erste Bilanz. An den Bäumen bildeten sich deutlich weniger Nester aus als im Vorjahr, die Raupen waren kleiner und haben sich – so schätzen Experten – nicht fortgepflanzt. „Wir denken deshalb darüber nach, das Mittel weiter zu verwenden“, sagt der ZBH-Leiter. 

Marler Schulen im Fokus

Zum Einsatz soll es, so die Überlegungen, dann vor allem an Schulen kommen. „Hier waren wir wie an Kindergärten und Spielplätzen in diesem Jahr zum Teil bis zu sechs Mal vor Ort, um immer wieder neue Nester zu beseitigen. Das hat viel Zeit gekostet,“ erläutert der ZBH-Leiter weiter.

So sieht die Schädlingsbekämpfung aus

Vor einiger Zeit hieß es von Waltroper Ärzten noch: Patienten, die wegen der Eichenprozessionsspinner in die Praxen gekommen seien, habe man nicht zu verzeichnen. Das änderte sich...

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