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Horst Buddych erreichte das Ziel nach 18 Stunden und 45 Minuten.

Durch dunklen Wald gekämpft

Marler (68) schafft Megamarsch - an einem Tag quer durchs Ruhrgebiet

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Der Marler Horst Buddych (68) hat das Ruhrgebiet an einem Tag zu Fuß durchquert. Er brauchte nur gut 18 Stunden dafür. Wie er das geschafft hat, verriet er uns hier.

Endlich geschafft. Das dachte Horst Buddych, als er nach 100 Kilometern die Ziellinie erreichte. Dank seiner Marathonerfahrungen hat es der Rentner beim Megamarsch durchs Ruhrgebiet ins Ziel geschafft. Damit gehört er zur Minderheit: Von 1046 Teilnehmern kamen nur 345 im Ziel an.

Zusammen mit einem jungen Marler wanderte Horst Buddych sich unter die ersten 50 Läufer. Dass er die Strecke ohne große Probleme zurücklegen konnte, überrascht den 68-Jährigen. „Mein Kopf hat gesagt: ‚Geh einfach weiter.‘ Auch nach dem Ziel habe ich mich immer noch topfit gefühlt.“

Zweimal verlaufen

Trotzdem war der Megamarsch für den sportbegeisterten Rentner eine große Herausforderung. „Das Schlimmste war der Wald. Nach 40 Kilometern, es war mittlerweile 23 Uhr, wurde es plötzlich dunkel. Man konnte die Beschilderung kaum lesen. Wir haben uns gefühlte hundert Stunden durch den Wald gekämpft.“

Zwei Mal hatte sich Horst Buddych sogar verlaufen. „Man ist einfach in Gedanken. Plötzlich ruft dann einer ‚Hier gehts lang‘ - dann ist man wieder wach.“ 

Marler lobt große Hilfsbereitschaft 

Die große Hilfsbereitschaft der Wanderer untereinander hat dem Hobbysportler gut gefallen. Horst Buddych ist zum ersten Mal hundert Kilometer gewandert. „Das habe ich noch nie gemacht. Das längste was gelaufen bin, waren 50 Kilometer bei einem Ultra-Marathon in Bottrop.“ 

Durch seine Marathonerfahrung hatte der 68-Jährige trotz der extremen Belastung keine großen gesundheitlichen Probleme. Nur unter den Fußsohlen hatten sich Blasen gebildet. „Gelaufen bin ich in Trekking-Sandalen und speziellen Megamarsch-Socken.“ Bis jetzt will Horst Buddych auch im nächsten Jahr wieder 100 Kilometer quer durchs Ruhrgebiet wandern.

Auch unser Redakteur Stephan Rathgeber hat beim Megamarsch mitgemacht und mehr als 50 Kilometer geschafft.

Herausforderung: 100 Kilometer in 24 Stunden | cityInfo.TV

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